Queerfeministische Themenwochen 2022

Queerfeministische Themenwochen

17. – 25.11.2022

Willkommen zu den Queerfeministischen Themenwochen! Ich freue mich, dass Du / Sie sich trauen, dabei zu sein und gemeinsam zu lernen, sich einzusetzen und Spaß zu haben. Unten findest Du / Sie alle Infos zu den Referierenden und den Veranstaltungen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig!

[Achtung: Für komplette “Anfänger*innen” in der Thematik biete ich ein Einführungsevent an (s. unten).]

Liebe Grüße von Sascha Thierry Kriesinger

(autistisch & nonbinär, Queer Referat des AStA)

 

Alle Veranstaltungen finden hybrid auch über folgenden Zoom-Link statt:

Meeting-ID: 637 9176 0019
Kenncode: 457270

Veranstaltungen

alle im Audimax Hörsaal C – Christian-Albrechts-Platz 2

(Klick auf das Datum zum Aufklappen)

Du hast Fragen, würdest gerne Begriffe verstehen oder weißt nicht, wie du dich bei feministischen Events verhalten sollst? Über Privilegien reden ist dir sehr unangenehm und du fragst dich, was gemeint ist, wenn gesagt wird, jede einzelne Person müsse bei sich anfangen?

Dann freue ich mich, dich beim Einführungsevent online begrüßen zu dürfen. Wir können über Unklarheiten, Sorgen, Zweifel und Probleme sprechen, die im Umgang mit der LGBTQI+* Community und gegenüber den Events bestehen.

Copyright: Mohamed Badarne

[Inhaltlicher Hinweis und Triggerwarnung: Queerfeindlichkeit, sexuelle Themen, Normierung]

Gibt es objektives Wissen? Wie sieht Empathie im Patriarchat aus? Ist nicht viel mehr die Handhabung durch den Staat ein Problem, nicht die Prostitution selbst? Wie können wir als Gesellschaft heilen?
Emilia Roig liest aus ihrem umfassend recherchierten und hoch empathischen Werk, „Why We Matter“, vor. Diskussion und die Lesung sind miteinander verschränkt. Wir hören jeweils einen Abschnitt und teilen im Anschluss unsere Fragen und Anmerkungen miteinander.

Zu Dr. Emilia Roig:

2022 wurde sie als “Most Influential Woman of the Year” im Rahmen des Impact of Diversity Award gewählt. […] Emilia Roig (sie/ihr) ist die Gründerin und Geschäftsführerin des in Berlin ansässigen Center for Intersectional Justice (CIJ), einer gemeinnützigen Organisation, die sich für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und ein Leben frei von systemischer Unterdrückung für alle einsetzt. Ihre Erfahrung, in einer algerisch-jüdisch-karibischen Familie in Frankreich aufzuwachsen, prägte ihr Engagement und ihre Leidenschaft für intersektionale soziale Gerechtigkeit. Seit 2020 lehrt sie an der Hertie School in Berlin […] Emilia widmet sich der Aufgabe, Menschen zu inspirieren, sich von Unterdrückungssystemen zu lösen, neue Narrative zu schaffen und das kollektive Bewusstsein zu verändern. Sie ist die Autorin des Bestsellers WHY WE MATTER. Das Ende der Unterdrückung.

Weitere Infos zur Person und zum Werk sind hier zu finden.

Copyright: Katharina Gossow

[Inhaltlicher Hinweis und Triggerwarnung: gesellschaftliche Selbstbestimmung, Queerfeindlichkeit]

Was wird uns durch das Patriarchat für unsere Beziehungen vorgeschrieben? Wie können wir unsere eigenen zwischenmenschlichen Formen der Beziehung gestalten? Wie ist Polyamorie damit verknüpft? – Diesen Fragen wollen wir uns zusammen im Vortrag widmen.

Zu Janina Loh:

Ich bin ausgebildetes Philosophy und habe seit dem 1. September 2021 eine Stabsstelle Ethik bei der Stiftung Liebenau inne, die auch die Geschäftsführung des hiesigen Ethikkomitees sowie des Kooperationskreises Ethik umfasst. Janina Loh war außerdem von 2013–2016 an der CAU angestellt.

Vortrag und Diskussion setzen kein Fachwissen voraus!

Für Kennende der Philosophie sind hier Janina Lohs Interessengebiete: Zu meinen engeren Forschungsinteressen zählen neben der Verantwortung, dem Trans- und Posthumanismus (insbesondere kritischer Posthumanismus) und der Roboterethik auch Hannah Arendt, feministische Technikphilosophie, Polyamorie (und Poly-Ethik), Theorien der Urteilskraft sowie Ethik in den Wissenschaften.

Weitere Infos zur Person und zum Werk sind hier zu finden.

Copyright: Antoine Midant

[Inhaltlicher Hinweis und Triggerwarnung: Widerstand und Gewalt, sexuelle Thematik, Rassismus, Queerfeindlichkeit]

Wir werden uns mit den queeren Passagen des Werks auseinandersetzen. Herr Amjahid entscheidet spontan, welche Stellen wir bereden wollen. Diskussion und Lesung werden ineinander verschränkt sein.

Zum Werk:

Von den erotischen Abenteuern aus »Tausendundeine Nacht« bis hin zu den Debatten nach der sogenannten Kölner Silvesternacht: Die Sexualität »orientalischer« Männer, Frauen und Queers wird immer wieder fetischisiert.

Auf Basis eigener Erlebnisse und der Erfahrungen seiner Bekannten, Freund*innen und Verwandten erzählt Mohamed Amjahid berührend, witzig und ehrlich von den Sehnsüchten der Nordafrikaner*innen jenseits von Stereotypen und kolonialem Voyeurismus. Dabei geht es um den Druck der Heteronormativität auf alle Menschen in den nordafrikanischen Gesellschaften, koloniale Gewalt gegen Frauen und islamistische Weltbilder von vorgestern. Aber auch um sexpositive Folklore-Tänze aus Marokko, schlüpfrige Filmchen aus Algerien oder den anstrengenden Heiratsmarkt in Ägypten. Am Ende stellt sich die Frage: Liegen wir doch alle im gleichen Bett?

Vita von Mohamed Amjahid:

Mohamed Amjahid, 1988 in Frankfurt a. M. geboren, ist politischer Journalist, Buchautor und Moderator. Er schreibt für mehrere Medien wie ZEIT, Spiegel, taz und Süddeutsche Zeitung und wurde unter anderem mit dem Alexander-Rhomberg-Preis und dem Nannen-Preis ausgezeichnet. Amjahid ist Fellow im Thomas-Mann-House in Los Angeles. Für seine Bücher »Unter Weißen« und »Der weiße Fleck« hat Amjahid viel Aufmerksamkeit bekommen. Er lebt in Berlin.

Weitere Infos zur Person und zum Werk sind hier zu finden.

Copyright: Michaela Dudley

[Inhaltlicher Hinweis und Triggerwarnung: Queerfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung]

Wie ist die Situation der LGBTQI+* Gemeinschaft jetzt und welche positiven und negativen Entwicklungen lassen sich für die Zukunft erkennen? Zusammen wollen wir uns der Frage nach glückender Inklusion nähern. Die Betrachtung erfolgt aus intersektioneller Perspektive.

Zu Frau Dudley:

Die Berliner Kabarettistin Michaela Dudley, eine trans* Frau und Queerfeministin mit afroamerikanischen Wurzeln, verkörpert die Vielfalt am eigenen Leibe. „Eine bunte Nummer unter den Dunkelziffern“, erläutert sie mit entwaffnender Selbstironie. Sie ist Buchautorin, Journalistin, gelernte Juristin (Juris Dr., US) und scharfzüngige Kabarettistin. Ihr autobiographisches Lied DIVA IN DIVERSITY (GEMA-Werknummer 24014395) erläutert viel dazu. Diese Diva in Diversity proklamiert die Zukunft als farbenprächtig, aber sie nimmt die Wolken, die am heutigen Horizont lauern, durchaus wahr.

Weitere Infos zur Person und zum Werk sind hier zu finden.

Copyright: Jay

[Inhaltlicher Hinweis und Triggerwarnung: Behindertenfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit]

Wie geht es Behinderten in queeren Kämpfen und Räumen momentan? Was muss geschehen, damit intersektionell diskriminierten Menschen als Teil der Community respektiert und inkludiert sein können? Wie muss Solidarität unter Diskriminierten aussehen?

Jay (Studierende*r) hilft uns mit diesen Fragen aus hörbehinderter, nicht-binärer Sicht.

Weitere Infos zur Person und zum Werk: @disabled.enby.jay

Hinweis: Wir möchten eine optimale Kommunikation ermöglichen. Bei Fragen oder Anmerkungen ist es nötig, dass die sprechende Person zu sehen ist. Daher werden die Teilnehmenden gebeten, ihre Kameras für Fragen oder Anmerkungen anzustellen, das Gesagte alternativ zu tippen oder von der Moderation in die Kamera wiederholen zu lassen.

Copyright: Joy Reissner

[Inhaltlicher Hinweis und Triggerwarnung: Queerfeindlichkeit, Reden über Falschinformationen]

Von einer eigenen Zeitschrift von ca. 1930 über die 1960er und 70er Jahre und die ersten Versuche, medial mehr Akzeptanz zu erkämpfen bis hin zu Fehlschlägen diesbezüglich und der Gegenwart von trans Autor*innen mit kommerziellen Erfolgen. Wie sieht das mediale Empowerment eines trans Menschen heute aus? Gibt es das? Worin bestehen gesellschaftliche Hindernisse? Joy Reissner begibt sich mit uns auf eine Reise durch die emanzipatorischen Kämpfe von trans, inter und nicht-binären Personen.

  • Bei Fragen, Sorgen und Ängsten bin ich jederzeit für Sie ansprechbar.
  • Melden Sie sich gerne bei jeglichen Behinderungen und psychischen / physischen Konditionen, die Sie respektiert wissen möchten.
  • Die Räume sind mit dem Rollstuhl per Fahrstuhl und Treppenlift zugänglich. Damit ich Ihre Bedürfnisse optimal für Sie respektieren kann, bitte ich um eine Anmeldung / Info an mich.
  • Sollten Sie eine Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache wünschen, melden Sie sich bitte spätestens 2 Wochen früher.
  • Falls Sie hörbehindert sind und Lippen lesen, freue ich mich über Ihre Info, sodass wir sicherstellen können, dass Ihre Bedürfnisse erfüllt sind.
  • Wenn Sie in Präsenz kommen und alleine sitzen möchten / so, dass Sie jederzeit leicht aus der Reihe und dem Raum gelangen, informieren Sie mich gerne im Vorfeld oder vor der Veranstaltung, sodass ich Sie unterstützen kann.
  • Sollten Sie eine Begleitung zum Raum benötigen, schreiben Sie mich gerne an.
  • Als Awareness Person bin ich während den Veranstaltungen für Sie ansprechbar. Ggf. werden weitere Awareness Personen anwesend sein. Falls Sie als solche mitwirken möchten, melden Sie sich gerne.

Das Queerreferat gestaltet die Queerfeministische Themenwoche als einen möglichst diskriminierungsfreien Raum. Sollten diskriminierende Situationen auftreten, garantiere ich Ihnen, dass ich unsere Sicherheit und unser psychisches Wohlergehen priorisiere und alle nötigen Schritte dazu einleite.
Bitte vermeiden Sie „Slurs“, Fremdbezeichnungen für marginalisierte Gruppen, auch wenn sie diese nicht selbst anwenden, sondern über sie sprechen möchten. Das Erwähnen dieser Inhalte kann Menschen verletzen oder ihre mentalen Verletzungen wieder hervorkommen lassen. Wenn Sie unsicher sind, können Sie „die diskriminierende Fremdbezeichnung für -Minderheit einfügen“ sagen. Wenden Sie sich mit Fragen gerne an mich.

Der Kontakt ist per E-Mail an queer@asta.uni-kiel.de oder über die Feedback-Box (unten auf der Seite) möglich.

Dieses Projekt wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung Schleswig-Holstein im Rahmen des Runden Tisches “Echte Vielfalt”.

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Ich freue mich über dein/Ihr Feedback

Was hat dir gefallen? Was hätte besser sein können? War etwas diskriminierend? Schreib mir gern (anonym) dein ehrliches Feedback zu den Queerfeministischen Themenwochen.