Inklusionswoche

Inklusionswoche 2022

25.04. – 01.05.2022

Der AStA der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der AStA der Universität zu Lübeck veranstalten vom 25.04. bis 01.05.2022 eine Inklusionswoche. Ziel ist es, einen Beitrag zur Aufklärung und zur Sichtbarkeit zu schaffen, der möglichst niedrigschwellig ist.

 

Die Vorträge und Workshops sind in erster Linie für Studierende beider Unis gedacht. Einige Veranstaltungen finden in Lübeck in Präsenz statt und können gestreamt werden, andere Veranstaltungen finden nur digital statt. Die Zugangslinks findet ihr unten in der Programmübersicht.

Was für Vorträge stattfinden, findet ihr weiter unten auf der Seite. Änderungen sind vorbehalten (Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert).

 

 

Das Programm

Ganzwöchig, in Lübeck

Ausleihen von Rollstühlen, Ohrenschützer, die Hörbeeinträchtigungen simulieren, Simulationsbrillen für Sehbeeinträchtigung

Der Sinn solcher Simulationen kann nicht darin bestehen, zu wissen, was Behinderung bedeutet. Es geht eher darum, die Empathie und Sensibilität bei Menschen zu erhöhen, die keine Ahnung von Behinderung haben. Unserer Erfahrung nach kann man den Leuten stundenlange Vorträge dazu halten, aber etwas selber zu erleben – und wenn es nur für ein paar Minuten ist – ist sehr viel plastischer und eindrücklicher.

Vorher bitte in diesem Formular anmelden

Montag, 25.04.22

 

16:00 – 17:00 Uhr (digital)

Diana Nacarlı – Grundlagen der Leichten Sprache

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass es Menschen gibt, die bereits ein Problem haben, diese Frage zu lesen und zu verstehen?
Über 3 Millionen Menschen in Deutschland fällt es schwer das geschrieben Deutsch, was oft verwendet wird, zu verstehen. Es gibt dafür verschiedenste Gründe.  Leichte Sprache, also kurze Sätze und einfache Wörter, werden genutzt, um die deutsche Sprache barrierefreier zu gestalten Diana möchte euch in ihrem Vortrag erzählen, wer von leichter Sprache profitiert, welche Hürden entstehen können und was genau leichte Sprache bedeutet. Alle die interessiert sind und noch keinen oder sehr wenig Kontakt mit Inklusion oder leichter Sprache hatten, sind herzlich eingeladen.

 

 

 

18:30 Uhr in Lübeck (eventuell hybrid)

Inklusionswoche meets Lesewoche – Lesen mit Sehbeeinträchtigung

mit Pascal Oberbeck
Kannst du dir vorstellen nahezu nichts zu sehen und trotzdem zu studieren? “Wie lese ich dann die Vorlesungsfolien?” “Wie weiß ich dann wo ich hin muss?” “Ich finde den Raum doch schon nicht, obwohl ich was sehe.” 
Vielleicht ist dir einer dieser Gedanken auch gerade durch den Kopf gegangen. Pascal studiert Medieninformatik und ist auf dem rechten Auge blind und hat auf dem linken Auge nur noch eine Restsehkraft von 4%. Er erzählt euch wie er seinen Alltag erlebt und was er für Tricks hat um in einer sehenden Welt ein unabhängiges Leben zu führen.

Dienstag, 26.04.22

 

18:00 Uhr in Lübeck (Audimax AM2) und hybrid

Vortrag: Du kannst mehr als du denkst – mit Kirsten Bruhn, mehrfache Paralympics-Siegerin

Und wie viele Weltrekorde hast du?
Kirsten Bruhn betreibt seit ihrem zehnten Lebensjahr Leistungsschwimmen. Nach ihrem Fachabitur ging sie für ein Jahr als Au Pair nach New Jersey und noch bevor sie ihr Studium im Fach Grafik und Design beginnen konnte, erlitt sie einen Motorradunfall. Durch eine inkomplette Querschnittlähmung benötigt sie einen Rollstuhl. Zur Eigenmotivation betrieb sie weiterhin den Schwimmsport. Bald konnte sie auf eine beachtliche Sammlung an Erfolgen blicken: 3x Paralympisches Gold, 65-fache Deutsche Meisterin, 54 Welt- und 64 Europarekorde.
Doch nicht nur auf Grund Ihrer sportlichen Erfolge gewann sie im Rahmen der Wahl zu den Sportlern des Jahres den Sonderpreis als Vorbild im Sport. Lass dich inspirieren und erfahre mehr über Kirsten Bruhn und ihre Lebensgeschichte.

Mittwoch, 27.04.22

 

18 Uhr (digital)

Körperlichkeit und Behinderung: Ableismus, körperliche Grenzen/Integrität und Sexualität von Menschen mit Behinderung mit anschließendem Austausch und Impulsaussagen.

Vortragende: Charlotte Zach

Ableismus & körperliche Unversehrtheit – Wann ist “Hilfe” übergriffig? Diesem Thema widmet sich Charlotte in ihrem Workshop und erklärt, was sich hinter dem Begriff “Ableismus” verbirgt. Wann stellt mein Handeln als nicht betroffene Person eigentlich einen Übergriff dar? Wann fühle ich mich als betroffene Person diskriminiert? Diese Fragen werden anhand von Beispielen verdeutlicht und im Anschluss könnt ihr in einem  kurzer Austausch eure eigenen Fragen stellen und Erfahrungen teilen.

 

 

18 Uhr (digital)

Podiumsdiskussion zur Gesundheitspolitik

Kooperation zwischen der Fachschaft Medizin und Gesundheit Lübeck und der Fachschaft Medizin Kiel

Das Land spielt bei vielen gesundheitspolitischen Fragen eine zentrale Rolle: Krankenhausplanung, die Versorgung auf dem Land oder die Ausgestaltung der Ausbildung in verschiedenen Berufen sind nur ein paar Beispiele. 
Doch welche Positionen vertreten hier die Parteien und welche Antworten haben sie auf kritische Fragen aus der Arbeitsrealität?
 PD Dr. med. Doreen Richardt wird die Diskussion mit Vertreter*innen der Parteien des Landtags und mit Interessenvertreter*innen der Gesundheitsberufe leiten. Neben unsererseits vorbereiteten Fragen ist der zweite Teil des Abends für Themen aus dem Publikum vorgesehen!

Es wurde breit unter den Mitarbeitenden der Gesundheitsberufe in Schleswig-Holstein eingeladen. 
Alle Informationen zur Online- und Präsenzteilnahme sowie zu den Gästen findet ihr hier.

Hier geht’s zur Onlineübertragung

Donnerstag, 28.04.22

 

18:30 Uhr in Lübeck und hybrid

Diskussionsrunde: Wie behindert ist eigentlich deine Uni/deine Stadt/dein Land?

Diskussionsrunde zur Inklusion u.a. mit Michaela Pries (Landesbeauftragte für Inklusion), Sandra Magens (Kanzlerin Universität zu Lübeck), unter Moderation des Schauspielers Tan Çağlar
Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN – BRK) vom 3. Mai 2008 wurde am 26. März 2009 in Deutschland ratifiziert. Der Grundsatz der Konvention lautet „Nicht ohne uns über uns“ und fordert gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung im „normalen“ Leben. Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage, inwiefern Inklusion im Alltag bereits sichtbar ist.Ziel der Diskussionsrunde soll es sein, die politisch gewollte Inklusion und ihre Umsetzung aus verschiedenenBlickwinkeln zu betrachten. Dazu wollen wir die unterschiedlichen Erfahrungen von betroffenen Personenund Menschen aus der Politik hören und gemeinsam herausfinden: “Wie behindert ist eigentlich deine Uni/deine Stadt/dein Land?”

Teilnehmende:

  • Frau Michaela Pries: Landesbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein für Personen mit Behinderung
  • Frau Sandra Magens: Kanzlerin der Universität zu Lübeck
  • Herr Heiner Popken: Rechtsanwalt im Bereich Teilhabe
  • Frau Antje Hachenberg: Mutter eines Kindes mit Katzenschreisyndrom und Projektkoordinatorin von “Mehr miteinander” in Pinneberg
  • Frau Henrieke Rogmann: Studierende mit ADHS
  • Herr Pascal Oberbeck: Studierender mit Sehbeeinträchtigung
  • unter Moderation des Schauspielers Tan Çağlar

Hier geht’s zur Onlineübertragung

Freitag, 29.04.22

 

16 Uhr in Lübeck

breaking the silence
– Workshop zur Kommunikation mit Gehörlosen

Verstehst Du Mich? Kommunikationsbarrieren im Alltag

In den seltensten Fällen ist ein Aufzug barrierefrei! Warum? – Für viele Gehörlose ist es schwierig, sich im Notfall über Lautsprecher zu verständigen. Dies ist nur ein Beispiel für verschiedene Alltagssituationen, die eine Herausforderung für Gehörlose darstellen können. In diesem Projekt möchten wir für solche Momente sensibilisieren und außerdem ganz praktische Tipps mit auf den Weg geben: Wie kann die Verständigung mit gehörlosen Menschen klappen, wenn ich selber keine Gebärdensprache beherrsche? Denn wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!

Anmelden für den Workshop zur Kommunikation mit Gehörlosen kannst du dich unter folgendem Link.

 

16 Uhr in Lübeck

Workshop zu leichter Sprache für Menschen mit Personenkontakt in Zusammenarbeit mit der Sprachschule CAPITO

Ist Sprache immer einfach? Über 3 Millionen Menschen in Deutschland fällt es schwer das geschriebene Deutsch, was oft verwendet wird, zu verstehen. Leichte Sprache, also kurze Sätze und einfache Wörter, werden genutzt, um die deutsche Sprache barrierefreier zu gestalten. Gerade im Kontext von Behördenschreiben oder Arztbriefen kann dies zu Missverständnissen führen. Du hast Kontakt zu Patienten oder beruflich mit Personen zu tun? Wie man Texte in leichter Sprache anbietet, kannst du in diesem Workshop von CAPITO lernen. Folgende Blöcke werden angeboten:

 

8 Uhr bis 10 Uhr:

Einführung in die Zielgruppen sowie Sprachniveaus der verständlichen Sprache gemäß dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS) und ihre Text- und Visualisierungs-Kriterien

 

10 Uhr bis 12 Uhr:

Übungen zu Text-Vereinfachungen: Zielgruppengerechte Informationen in Leichter Sprache, Einfacher Sprache und Klarer Sprache mit anschließenden Qualitätsprüfungen durch Personen aus den Zielgruppen

 

13 Uhr bis 15 Uhr:

Barrierefreie Kommunikation im Internet (Erfolgskritieren für Zielgruppen mit besonderen Zugangsbedarfen)

 

15 Uhr bis 16 Uhr:

Digitale Tools der barrierefreien Kommunikation (capito-App, digitale Textprüfung, digitale Textvereinfachung) schaffen Zugänge, Teilhabe und Partizipation

 

Anmeldungen zum Workshop “Leichte Sprache” am Freitag sind über diesen Link möglich. Melde dich für die Blöcke an, zu denen du Zeit hast!

 

 

16:15 Uhr (digital)

Bewerbung mit Behinderung oder Chronischer Krankheit – Inklusion im Arbeitsleben

Soll ich in meinem Bewerbungsunterlagen angeben, dass ich eine Behinderung habe? Diese und weitere wichtige Fragen werden in diesem Workshop des Integrationsfachdienstes Kiel (IFD) beantwortet. Der IFD Kiel hilft  Menschen mit Behinderungen bei der Suche und Vermittlung von Arbeits- Ausbildungsstellen. Falls du also Tipps für z.B. deine nächste Bewerbung brauchst, melde dich gern unter folgendem Link an.

 

20 Uhr (digital)

Inkl. Poetry – Kurzbeiträge zu Beeinträchtigung, Behinderung und Inklusion

An diesem Abend soll sich alles rund um das Thema Inklusion drehen und das inkl. Poetry. In mehreren Kurzbeiträgen werden die Vortragenden über ihre eigenen Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen sprechen. Es wird zudem eine Lesung aus einem Buch geben.

Hinweis: Da diese Themen sehr emotional belastend für manche Menschen sein können, würden wir eine Warnung aussprechen, wenn ihr euch nicht mit diesen Themen wohlfühlt, vorsichtig bei der Teilnahme zu sein oder zwischendurch den Raum zu verlassen und später wieder dazuzustoßen.

Mit dabei sind: 

  • Helen Seidenfeder
  • Kai Bosch
  • Valo
  • Mila Quirin
  • Yasmin Köseli
  • Stef
  • AndiSubstanz
  • Frederice Klinge

 

 

Samstag, 30.04.22

 

12 – 14 Uhr in Lübeck

Inklusiver Spendenlauf

Sportbegeisterte aufgepasst!
Macht mit bei unserem inklusiven Spendenlauf auf dem Sportplatz Falkenwiese in Lübeck. 
Kommt gerne um 12.00 Uhr vorbei. Ab 12.30 Uhr wollen wir gemeinsam starten. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn ihr später vorbeikommt.
Mit den gesammelten Spenden wollen wir inklusive Projekte im Raum Lübeck unterstützen.

 

 

Sonntag, 01.05.22

 

18 Uhr in Lübeck

Filmvorführung: TICS – mit Tourette nach Lappland

Daniel, Marika und Leo wollen ihr Tourette erforschen und in dem neuen  Dokumentarfilm „Tics – Mit Tourette nach Lappland“ von Regisseur Thomas Oswald könnt ihr die Drei dabei begleiten, wie sie sich auf die Suche machen nach neuen Behandlungsformen und einem Ort, an dem sie einfach sie selbst sein dürfen. 
Der Dokumentarfilm entstand in enger Zusammenarbeit mit Prof. Alexander Münchau, dem Leiter des Instituts für Systemische Motorikforschung an der Universität zu Lübeck und dem Universitätsklinikum. Mit dem Tourette-Syndrom zu leben – das bedeutet eine Krankheit zu akzeptieren, die Menschen zu ungewollten Aktionen, Handlungen und Lauten zwingt. Nur geringe Veränderungen im Gehirn können so dramatische Auswirkungen haben. Neben den Ursachen dieser Störung geht der Film vor allem auch auf den Umgang unserer Gesellschaft mit den vom Tourette-Syndrom betroffenen Menschen ein, die nicht in die Norm passen. 
Ihre Reise führt die drei Protagonist*innen bis in den Norden Finnalnds.  Hier in der Weite der finnischen Wald- und Seenlandschaft können sie frei ticcen, ohne gesellschaftlichem Druck, Argwohn oder gar Sanktionen ausgesetzt zu sein.
Seid dabei und schaut den tollen Film mit uns noch vor dem bundesweiten Kinostart im Juni! Im Anschluss habt ihr außerdem die Möglichkeit, Hernn Prof. Münchau und anderen an der Doku beteiligten Personen eure Fragen rund um den Film zu stellen.