Stellungnahme zur geplanten Schließung des Instituts für Umwelttoxikologie

Nach einstimmigen Beschluss des Studierendenparlaments vom 20. Januar 2020 gibt der Allgemeine Studierendenausschuss der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stellvertretend für die Studierendenschaft folgende Stellungnahme ab:

 

Nach einstimmigen Beschluss des Studierendenparlaments vom 20. Januar 2020 gibt der Allgemeine Studierendenausschuss der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stellvertretend für die Studierendenschaft folgende Stellungnahme ab:

„In den Zeiten, in denen der Klimawandel immer präsenter wird und die Folgen der Klimaschäden immer deutlicher hervortreten, soll laut bisheriger Planung das thematisch einschlägige Institut vom Forschungsschwerpunkt her erheblich abgeändert werden. Die Studierendenschaft der CAU zu Kiel kann diese Entwicklung und Planung nicht mittragen.

Das bisherige „Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler“ bietet u.a. für die Fachbereiche Agrarwissenschaften, Biochemie, Biologie, Chemie, Ökotrophologie und Pharmazie viele Module an.

An dieser Stelle verbleibt anzumerken, dass ein entsprechender Forschungsschwerpunkt bundesweit nur noch an weniger als einem halben Dutzend weiterer Standorte existiert. Die CAU Kiel mit dem bisherigen Institut hat bisher einen Leuchtturmcharakter inne, dessen Strahlkraft durch die umwelt- und gesellschaftspolitische Relevanz noch zunehmen wird.

Lisa-Marie Fricke betont ergänzend: “Die Abschaffung des Instituts sollte in Zeiten von Klimaschutzbewegungen nicht leichtfertig beschlossen werden. Die Universität verliert damit eine Mitsprachemöglichkeit in zukunftsweisenden Themen, die die ganze Gesellschaft betreffen.”

Der Universitätsstandort Kiel erlangt durch die ständige Präsenz des bisherigen Instituts in den öffentlichen Medien einen wachsenden Bekanntheitsgrad. Auch die angebotene Ringvorlesung erfreut sich eines großen öffentlichen Interesses, ist immer gut besucht und regt zur wissenschaftlichen Diskussion an und dient zudem dem Forschungs- und Wissenstransfer.

Eine weitergehende Eingliederung des Instituts in die bestehende Hochschulmedizin im Rahmen des „Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie“ und damit einhergehend eine Abänderung des Forschungsschwerpunktes von der bisher schwerpunktmäßigen Umwelttoxikologie hin zu einer bloßen Humanmedizin ist aus den vorgenannten Gründen nicht nachvollziehbar. Zudem würde erhebliches Know-How verloren gehen und unser Universitätsstandort Kiel würde trotz politischer und gesellschaftlicher Relevanz an Strahlkraft verlieren.

Zusammenfassend muss klar gestellt werden, dass die Studierendenschaft der CAU eine Abänderung des Forschungsschwerpunktes nicht mittragen kann.“

 


Kontakt:
Lisa-Marie Fricke und Johnny Schwausch, Vorstand AstA Uni Kiel
vorstand@asta.uni-kiel.de

PRESSEKONTAKT:
Als Ansprechpartner*innen für die Presse steht der Vorstand des AStA der CAU zu Kiel zur Verfügung: vorstand@asta.uni-kiel.de