Semesterbeginn an der CAU: Ersti-Couch-Projekt für Wohnungssuchende

Der Allgemeine Studierendenausschuss der CAU zu Kiel startet auch zum Wintersemester 17/18 sein Ersti-Couch-Projekt, um die wohnungssuchenden Erstsemester*innen zu unterstützen.

“Die Wohnungssituation in Kiel ist insbesondere für Erstsemester*innen seit Jahren eine Herausforderung. In kurzer Zeit drängen sehr viele Interessierte auf einen eigentlich bereits erschöpften Wohnungsmarkt. Allein an der Uni Kiel erwarten wir über 4500 Erstsemester*innen. Wir freuen uns über all die neuen Gesichter, wünschen uns aber auch, dass der Studienstart für sie nicht durch soziale Hürden erschwert wird.

Gründe für die Schwierigkeiten, eine Unterkunft zu finden, sind nicht nur der lange bekannte Mangel an bezahlbaren studentischen Wohnraum, sondern auch die zum Teil sehr kurzfristigen Zulassungsbescheide der Universität zu Kiel, insbesondere im Nachrück- und Losfahren. Dies führt dazu, dass viele Erstsemester erst Mitte September oder Anfang Oktober auf Wohnungssuche gehen können. Dann ist das verfügbare Angebot an studentischem Wohnraum aber nur noch sehr knapp bis nicht vorhanden. Eine große Herausforderung ist dies für die internationalen Studierenden. Sie können nicht von zu Hause pendeln und sind bei der Wohnungssuche zusätzlich durch sprachliche und formale Hürden belastet,” erklärt Teresa Jütten, Mitglied im Vorstand des AStA.

Timo Pawlytsch, AStA-Referent für Hochschulpolitik, ergänzt: “Gleichzeitig kommt eine im Bundesdurchschnitt erschreckend schlechte Unterbringungsquote für Studierende in Wohnheimen von unter 6 % in Kiel hinzu. Somit kann auch das Studierendenwerk die Studierenden bei der Wohnungssuche kaum entlasten, wenn nicht mehr Studierendenwohnheime geschaffen werden. Die angespannte Wohnungssituation in Kombination mit steigenden Studierendenzahlen führt zu einem kontinuierlichen Anstieg der Mieten am privaten Wohnungsmarkt. Die durchschnittlichen Mieten in Kiel sind gemäß der Mietpreis Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln in den letzten Jahren um über 35 Prozent für Studierende gestiegen. Das ist mit einem studentischen Budget nicht zu bewältigen.”

Hier soll das Portal www.ersticouch-kiel.de des AStA insbesondere für Erstsemester unbürokratisch und schnell Hilfe leisten.

Timo Pawlytsch dazu: “Kieler*innen können wohnungssuchenden Erstis ihre Couch, ein Gästebett oder ähnliches zur Verfügung stellen. Wer also für ein paar Tage bzw. Nächte wohnungssuchenden Erstsemester*innen helfen möchte, ist herzlich eingeladen, die eigene Couch als Schlafplatz anzubieten.“

Der AStA leistet außerdem mit dem eigenen Kleinanzeigenbereich einen Beitrag zur Wohnungssuche. Per Telefon unter der Nummer 0431/880-2647 und auf seiner Homepage können freie Zimmer, Wohnungen oder Übergangslösungen gemeldet werden, die Studierende nutzen können.

 

Pressekontakt

Als Ansprechpartner*innen für die Presse stehen zur Verfügung:

Teresa Jütten: 0171 4828818

Timo Pawlytsch: 0173 6155607

 

Hintergrundinformationen

Der Allgemeine Studierendenausschuss der CAU zu Kiel ist die hochschulweite Interessenvertretung der 25.000 Studierenden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er wird jährlich vom Studierendenparlament der Universität gewählt. Seine Aufgaben bestehen  darin, die hochschulpolitischen Belange der Studierenden zu vertreten, die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der Studierenden sowie ihre Bereitschaft zum Einsatz für die Grund- und Menschenrechte und zur Toleranz auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung zu fördern, zu Fragen Stellung zu nehmen, die sich mit der Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf und der Abschätzung ihrer Folgen für Gesellschaft und Natur beschäftigen, die wirtschaftlichen und sozialen Belange der Studierenden wahrzunehmen, die geistigen und kulturellen Interessen der Studierenden zu unterstützen, den Studierendensport zu fördern, die überregionalen und internationalen Beziehungen der Studierenden zu pflegen und an Verfahren zur Qualitätssicherung in der Lehre mitzuwirken.