Pressemitteilung: Wir fordern mehr finanzielle Hilfe für Studierende von der Politik!

Studierende sind nach neusten Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2021 deutlich stärker von Armut bedroht als der Rest der Bevölkerung. Fast vier von zehn Studierenden sind armutsgefährdet. Mit der weiterschleichenden Inflation und den ansteigenden Kosten in allen Lebensbereichen steigt das Risiko der Armutsgefährdung stetig weiter an.

Nun hat auch das Studentenwerk SH mitgeteilt, dass es durch die enorm angestiegenen Energiekosten zu einer automatischen Mietpreiserhöhung von je 30 Euro ab Februar 2023 kommen wird. Damit tragen die Studierenden allein die entstandenen Mehrkosten der Inflation und der Energiekrise. Somit ist genau das passiert, was wir befürchtet haben. Die entstehenden Mehrkosten werden an die Menschen abgeschoben, die finanziell mit am schlechtesten aufgestellt sind.

Dazu Stella Thomsen:

“Das Land Schleswig-Holstein muss die Verantwortung übernehmen und die Finanzierung des Studentenwerks schleunigst erhöhen, um die Studierenden zu entlasten und die steigenden Kosten der Inflation nicht auf sie abzuwälzen! So würden die Mieten der Wohnheime und auch die Preise in den Mensen wieder reduziert werden. Wir haben bereits mehrere Male auf diese Situation aufmerksam gemacht und eine Finanzierungserhöhung des Studentenwerks gefordert, da die Förderungen seit über 10 Jahren nicht mehr erhöht wurden.”

Der Großteil der angebotenen Wohnheimzimmer liegt mit der erhöhten Pauschalmiete von 30 Euro zwar noch innerhalb der BAföG-Wohnpauschale, aber ein gewisser Anteil nicht. Dies ist ein starkes Warnzeichen. Die Wohnheimplätze sollten für Studierende die günstigsten Wohnmöglichkeiten darstellen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Studierenden, die in keinem Wohnheim wohnen, einen höheren Betrag über der BAföG-Wohnpauschale zahlen müssen.

Max Härtel:

“Die vergangene Erhöhung der BAföG-Wohnpauschale von 5,75% zu diesem Wintersemester 2022/2023 wurde bereits durch die Inflation geschluckt. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, eine schnelle Erhöhung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes vorzunehmen und diese auch für die Zukunft an die Inflationsrate zu koppeln!”

Stella Thomsen:

“Auch das beschlossene Entlastungspaket des Bundes, welches eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro für studierende Personen und Fachschüler*innen beinhaltet, langt an dieser Stelle definitiv nicht, um die enorm angestiegenen Lebenserhaltungskosten ansatzweise auszugleichen! Es muss mehr finanzielle Hilfe geleistet werden! Zudem muss endlich eine Auszahlung beginnen, denn die ist bislang immer noch nicht erfolgt.”

Der AStA der CAU zu Kiel fordert hiermit erneut die landesweite Politik auf schnell zu handeln und die finanziellen Mittel des Studentenwerkes aufzustocken, damit die Kostenabwälzung auf Studierende gestoppt werden kann. Darüber hinaus wird der Bund aufgefordert die BAföG-Wohnpauschale angebracht zu erhöhen und mehr finanzielle Hilfe im Rahmen der Inflation in die Hand zunehmen, um die Studierenden stärker zu entlasten. Eine 200-Euro-Einmalzahlung gleicht in keinster Weise die Mehrkosten der Inflation aus!