Gegen Rückschritte in der Lehre

ROTE KARTE FÜR DIE VG-WORT

Studierenden droht zukünftig: Extreme Zeitverschwendung, lange Schlangen an überlasteten Kopierern, unnütze Papierverschwendung

Bisher war es Dozierenden möglich, ihren Studierenden über Online-Plattformen Materialien wie Skripte oder Literatur zur Verfügung zu stellen. Dies wird zukünftig wohl nicht mehr so geschehen. Bisher zahlen die Hochschulen eine Pauschale, die durch die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) an die Autor*innen weitergegeben wird. Ein unkomplizierter Prozess. Zukünftig soll nun aber für jede Textseite und Zugriffsmöglichkeit eine Einzelabrechnung geschehen. Ein arbeitsintensiver, ineffizienter und im Endeffekt durch fehlerhafte Eingaben und ähnliches nicht rechtssicherer Vorgang.


VG_Wort-NoP2 Unsere Vorsitzende Anneke Scherz verdeutlichte den Besucher*innen der NoP die Problematik mit der VG Wort und die Auswirkungen auf uns Studierende. Die vollständige Rede kann man HIER downloaden.
Die Kieler Nachrichten haben am 23.11. auf ihrer Campusseite von unserer Aktion auf der NoP berichtet.
“Dürften die Dozenten die Unterlagen nicht mehr hochladen, bleibe nur noch der Gang zum Kopierer: „Das kostet Zeit, Geld und verbraucht unnötig Papier!”
Den vollständigen Artikel kann man HIER nachlesen.
VG_Wort-NoP3

Die Universität Kiel hat schon erklärt, dass sie dem Rahmenvertrag nicht beitreten wird. Die Folge: Die Vorteile digitaler Lernplattformen werden in der Lehre deutlich eingeschränkt sein. Alltäglich wieder zeitintensives und umweltschädigendes Kopieren aus Büchern – dies muss im 21. Jahrhundert nicht sein!

Daher ist der Vertrag für die Studierenden und Dozierenden nicht tragbar und wir fordern:

VG-Wort & KMK zurück an den Verhandlungstisch

Um eine für Autor*innen faire Bezahlung und für die Universitäten umsetzbare Lösung zu finden, brauchen wir Zeit. Deswegen fordern wir eine vorläufige Verlängerung der bestehenden Pauschalvergütung. In dieser Zeit sollen KMK (Kultusministerkonferenz) und VG Wort einen neuen Vorschlag erarbeiten.

Reform des Urheberrechts

Die Regelung zum öffentlichen Zugang von Lehrmaterialien muss erweitert werden. Hochschulen brauchen Pauschallösungen für die digitale Bereitstellung von Materialien.

Keine Hinhaltetaktiken mehr

Die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und Bundesjustizminister Heiko Maaß müssen Farbe bekennen und die Hochschulen unterstützen. Dass der Streit auf unserem Rücken ausgetragen wird, werden wir nicht hinnehmen.