Aus aktuellem Anlass: zur Filmvorführung “Hamburger Gitter”, die vom AStA in Kooperation mit der Roten Hilfe in der Hansa 48 gezeigt wurde

Liebe Studierende, Interessierte und Medienvertreter_innen,

wir haben im Dezember 2018 gemeinsam mit der Roten Hilfe e.V. die Dokumentation “Hamburger Gitter” im der Hansa 48 gezeigt. Weil der Andrang so groß war und viele Menschen, die den Film gern sehen wollten, leider draußen bleiben mussten, haben wir den Film vergangene Woche erneut sehr erfolgreich im der Hansa 48 gezeigt.

Aus aktuellem Anlass könnt ihr im folgenden unsere Stellungnahme dazu lesen.

Euer AStA der Uni Kiel

Zu unserer Veranstaltung Hansafilmpalast: Hamburger Gitter (Doku 2018, 76min), welche wir in Kooperation mit der Roten Hilfe Kiel veranstaltet haben kursieren viele Gerüchte und Falschinformationen.

Finanziert der AStA Linksextremismus?

Nein.

Ist die Rote Hilfe verfassungsfeindlich?

Nein, ist sie nicht, sonst wäre sie verboten.

Warum steht sie dann im Verfassungsschutzbericht?

Die Rote Hilfe bietet juristischen Beistand für eigentlich alle Menschen innerhalb des politisch linken Spektrums an. Aufgrund dessen und aufgrund ihrer damit einhergehenden Vernetzung, wird sie vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft. Fraglich ist, inwiefern in Zeiten, in denen der (jetzt ehemalige) Verfassungsschutzpräsident selbst in der SPD linksradikale Kräfte wirken sieht, als Maß für unsere Arbeit gelten kann. Zudem ist es ja eine Zusammenarbeit. Das heißt nicht zwangsläufig, dass wir alle Ziele der Roten Hilfe teilen. Die Rote Hilfe wird zudem von mehreren Bundestagsabgeordneten unterstützt.

Hat der AStA die Rote Hilfe finanziert?

Nein, haben wir nicht. Wir haben lediglich festgestellt, dass wir dieselbe Veranstaltung machen wollen und haben diese zusammengelegt. Das Geld, was dafür verwendet wurde, haben wir für Referent*innen und die Filmlizenzen bezahlt. Der Film selbst ist im Übrigen durch die Filmförderung (also staatliche Gelder) entstanden.

Warum dann die ganze Debatte?

Horst Seehofer oder auch die AfD hatten vor kurzem das Verbot der Roten Hilfe gefordert. Dementsprechend logisch ist es, dass eine Veranstaltung mit der Roten Hilfe ein rotes Tuch für die Campusorganisation der Unionsparteien darstellt. Es ist schade, dass sich die Kieler Nachrichten davon so sehr vereinnahmen lassen, zumal ein großer Teil ihrer Informationen aus Facebookkommentaren zu stammen scheint.