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„How To Handle Kiel“ – Broschüre mit Tipps für Studierende

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Forschungsarbeit

Vertriebene Studierende: Intersektionale Verfolgungsgeschichten studentischer NS-Opfer der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel

Die Publikation „Vertriebene Studierende: Intersektionale Verfolgungsgeschichten studentischer NS-Opfer der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel“ ist eine studentische Forschungsarbeit, die von Konstantin Braas und Fabian Zurstraßen verfasst wurde und im AStA-Publikationsverzeichnis geführt wird. Sie dokumentiert die individuellen Geschichten von Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die im Nationalsozialismus aufgrund rassistischer, politischer oder anderer diskriminierender Kriterien verfolgt und aus dem universitären Kontext vertrieben wurden. Das Referat Politische Bildung im AStA widmet sich der Stärkung demokratischer Werte und der kritischen Auseinandersetzung mit Diskriminierung in Vergangenheit und Gegenwart. Die Aufarbeitung der Universitätsgeschichte im Nationalsozialismus – insbesondere durch die Perspektiven vertriebener Studierender – ist ein zentraler Baustein dieser politischen Bildung. Sie fördert das Bewusstsein dafür, wie autoritäre Ideologien das Leben und die Freiheit von Studierenden und Wissenschaftler*innen bedrohen können und dass Universitäten keinesfalls von gesellschaftlichen Entwicklungen unberührt bleiben, sondern oft im Zentrum dieser stehen. Damit soll das Projekt einen Beitrag zur Erinnerungskultur an der CAU und zur Sensibilisierung gegen strukturelle Diskriminierung leisten. Für die CAU und ihre organisierte Studierendenschaft sollte die kritische Bearbeitung der NS-Vergangenheit der Hochschule ein Teil der historischen Verantwortung sein, der zur Aufarbeitung institutioneller Kontinuitäten und zur Stärkung universitärer Werte beiträgt.

Fallbeispiel mit AStA-Bezug:

Die Geschwister Thomas, Renate, Eva-Maria und Reinhard Rosenberg studierten Anfang der 1930er-Jahre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und waren sowohl aufgrund ihrer jüdischen Herkunft als auch wegen ihres kommunistischen Engagements mehrfacher Verfolgung ausgesetzt. Im Juli 1933 leitete die Hochschulleitung Ermittlungen gegen die Geschwister ein, nachdem sie von Mitstudierenden aus dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund denunziert worden waren. Auch die Kieler Studentenschaft (KSt) – der institutionelle Vorläufer des heutigen AStA – leistete dem NS-Regime Vorschub, unter anderem durch Denunziationen politisch missliebiger Studierender oder die Initiierung der Bücherverbrennung auf dem Wilhelmplatz. Infolge dieser Repressionen wurden die Geschwister Rosenberg zur Flucht gezwungen; mehrere von ihnen emigrierten ins Exil, ihre Studien- und Lebenswege an der CAU wurden zerstört. Der Fall zeigt exemplarisch, dass studentische Selbstverwaltung im Nationalsozialismus nicht nur passiv war, sondern aktiv an Ausgrenzung und Verfolgung beteiligt war. Gerade deshalb ist die heutige Auseinandersetzung des AStA mit dieser Geschichte von besonderer Bedeutung: Sie macht deutlich, dass studentische Interessenvertretung eine demokratische Verantwortung trägt und sich bewusst gegen Diskriminierung, Autoritarismus und politische Repression positionieren muss.

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CampusInfo Februar 2013: Pax Optima Rerum – Die Uni zum Frieden verpflichten

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CampusInfo Dezember 2012: Wohnst du noch oder studierst du schon?

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