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  • 9-Euro-Ticket: Was ihr jetzt wissen müsst

    9-Euro-Ticket: Was ihr jetzt wissen müsst

    ~english version below~

    Liebe Kommiliton*innen!

    Vom 01. Juni 2022 bis zum 31. August 2022 wird aus unserem landesweiten Semesterticket ein bundesweites Semesterticket! Mit der Aktion „9-für-90 Ticket“, aka #9EuroTicket sind für drei Monate alle Verkehrsmittel des Nahverkehrs überall nutzbar – von den Meeren, bis in die Alpen!

    Was muss ich tun, damit ich es nutzen darf?

    Eigentlich nichts, du brauchst lediglich ein gültiges Semesterticket. Dies kannst du im Aktionszeitraum in ganz Deutschland bei Fahrkartenkontrollen vorzeigen. Kaufe dir kein zusätzliches Ticket!

    Womit darf ich fahren?

    Du darfst (wie beim Landesweiten Semesterticket auch), alle Busse und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs nutzen (2. Klasse). Ebenfalls sind die SFK-Fähren inbegriffen (siehe dazu FAQ der NAH.SH). Ausgeschlossen ist der Fernverkehr, also keine ICEs, ICs, ECs, etc.

    Wie finanziert sich das „9-für-90 Ticket“?

    Das bundesweite Ticket wird über Mittel des Bundes als Teil des Entlastungspakets zur Abmilderung der Folgen der stark gestiegenen Kraftstoff- und Energiepreise finanziert.

    Nun haben wir ja schon vor dem Semester das Semesterticket bezahlt – bekommen wir jetzt Geld zurück?

    Ja, es gibt Geld zurück! Momentan wird noch ein effizientes und sinnvolles Verfahren zur Rückzahlung entwickelt und wir stehen mit verschiedenen Stellen (z.B. für rechtliche Klärungen) im Austausch. Dies dauert noch einen Moment. Wir hoffen euch diesbezüglich bald mehr Informationen geben zu können.

    Ich habe weitere Fragen!

    Für weitere Fragen haben wir ein spezielles FAQ zum Thema eingerichtet

    Die NAH.SH (Verkehrsverbund für SH) hat auch ein FAQ

    Wenn du dennoch weitere Fragen hast, melde dich gerne mit deiner stu-Mail an 9fuer90@asta.uni-kiel.de

    Beste Grüße und gute Fahrt!

    Uta, Carlotta & Julian
    [AStA-Vorstand]

    English: Information about the „9-Euro-Ticket“

    Fellow students!

    From June 1st, 2022 to August 31st, 2022, our statewide semester ticket („landesweites Semesterticket“) becomes a nationwide semester ticket! With the special offer of the „9-for-90 ticket“ aka #9EuroTicket all means of public transit are usable for three months – from the seas, to the Alps!

    What do I have to do to use it?

    Nothing really, you just need a valid semester ticket. You can show this at ticket inspections throughout Germany during the campaign period. Do not buy an additional ticket!

    What am I allowed to use?

    You are allowed to use all buses and trains of the public transport system (as with the national semester ticket). Also the ferries in Kiel are included. Long-distance trains are excluded, i.e. no ICEs, ICs, ECs, etc.

    How is the „9-for-90 Ticket“ funded?

    The nationwide ticket is financed by federal funds as part of the relief package to mitigate the consequences of the sharp rise in fuel and energy prices.

    Well, we already paid for the semester ticket before the semester – do we get money back now?

    Yes, you will get some money back! At the moment, we are still developing an efficient and reasonable procedure for the repayment and we are in exchange with different agencies (e.g. legal clarifications). This will take some time. We hope to be able to give you more information about this soon.

    I have more questions!

    For more questions about the ticket, we made this special FAQ

    The NAH.SH (transport association for SH) also has an FAQ

    If you still have further questions, feel free to contact us with your stu-mail via 9fuer90@asta.uni-kiel.de .

    Best regards & safe travels!

    Uta, Carlotta & Julian

    (head of the students‘ union)

  • Veranstaltung: Wie finanziere ich mein Studium? Alles rund ums Geld!

    Veranstaltung: Wie finanziere ich mein Studium? Alles rund ums Geld!

    Digitale Infoveranstaltung am 11.05.2022 um 19:00 Uhr

    Ihr wollt oder habt mit dem Studium angefangen oder seit schon eine Weile dabei. Eine der wichtigsten Fragen für euch ist sicherlich, wie ihr euer Studium ohne größere finanzielle Probleme absolvieren könnt und welche Finanzierungsmöglichkeiten es für euer Studium gibt.

    Einige Möglichkeiten wären z.B. BAföG, Unterhalt der Eltern, Nebenjob, Stipendium, Studienkredit oder Wohngeld usw., um euer Studium zu finanzieren, wollen wir euch in der Infoveranstaltung vorstellen.

     

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    Ein Beitrag geteilt von AStA CAU Kiel (@astacaukiel)

    Wer sind wir?

    Eine Gruppe von lokalen Botschafter*in der Studienstiftung des deutschen Volkes alles Studierende verschiedener Fachbereiche der CAU Kiel  und Sylvia Hohmann vom AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss CAU Kiel) und berät Studierende zu folgenden Themen: Jobbe, Studieren mit Kind/ern, BAföG und Soziales.

    Wir freuen uns auf euch!!!

  • Mental Health Awareness Week 2022

    Mental Health Awareness Week 2022

    Das AStA-Referat für Sozialpolitik möchte euch hiermit herzlich zur Mental Health Awareness Week vom 02.05. bis 06.05.2022 einladen!

    Psychische Störungen sowie deren Behandlung sind immer noch ein gesellschaftliches Tabuthema. Dadurch werden Ängste geschürt, wodurch Betroffene die Suche nach Hilfsangeboten scheuen.

    Schon vor den Belastungen der Pandemie berichten knapp ein Viertel der befragten Studierenden über Symptome starker Erschöpfung, verbunden mit zunehmendem Stress und Überforderung. Das letzte Jahr war eine große Belastung und schon jetzt lässt sich ein deutlicher Anstieg an psychischen Beschwerden bei Studierenden erkennen.

    Daher ist es dieses Jahr umso wichtiger auf das Thema psychische Gesundheit aufmerksam zu machen, es zu enttabuisieren und universitäre Hilfsangebote vorzustellen.

    In der Woche vom 02.05. – 06.05.2022 haben wir Veranstaltungen in Präsenz, sowie online, zum Thema psychische Gesundheit, Achtsamkeit und Selbstfürsorge vorbereitet. Wir möchten euch so das Thema auf empathische Weise näherbringen und Stigmatisierungen abbauen.

    Die Veranstaltungen richten sich an alle interessierten Studierenden, unabhängig davon, ob Erfahrungen mit psychischen Belastungen gemacht wurden oder nicht.

    Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Die Vorträge sind ohne Anmeldung zugänglich, während für die Workshops eine Anmeldung unter sopo@asta.uni-kiel.de erfolgen muss.

  • Inklusionswoche 2022

    Inklusionswoche 2022

    The AStA der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der AStA der Universität zu Lübeck veranstalten vom 25.04. bis 01.05.2022 eine Inclusion week. Ziel ist es, einen Beitrag zur Aufklärung und zur Sichtbarkeit zu schaffen, der möglichst niedrigschwellig ist.

     

    The Vorträge and Workshops sind in erster Linie für Studierende beider Unis gedacht. Einige Veranstaltungen finden in Lübeck in Präsenz statt und können gestreamt werden, andere Veranstaltungen finden nur digital statt. Die Zugangslinks werden kurz vor den Veranstaltungen veröffentlicht.

    Was für Vorträge stattfinden, findet ihr weiter unten auf der Seite. Änderungen sind vorbehalten (Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert).

  • Austauschraum für Betroffene des Krieges in der Ukraine

    Austauschraum für Betroffene des Krieges in der Ukraine

    Update 02.03.22: Raumänderung / New Location!

    Die Veranstaltung findet nicht in LMS8 statt, sondern wurde verlegt. Gleiches Datum, gleiche Uhrzeit, aber in der Olshausenstraße-75 (OS-75), S1 R-17, ehemalige Fachbibliothek für osteuropäisches Recht (ist räumlich geeigneter). Eingang über Haupteingang OS-75, Wegweisern folgen. Danke! AStA Vorstand.

     

    /Українська версія нижче/
    /Русская версия ниже/
    /English version below/

    [Dieses Treffen wird von Betroffenen initiiert. Wir als AStA unterstützen organisatorisch & in der Durchführung.]

     

    Liebe Kommiliton*innen, liebe Mitarbeitende der CAU,

    die Ereignisse in der Ukraine seit Donnerstagmorgen haben uns alle erschüttert. Wir möchten deshalb Menschen (Studierende wie Beschäftigte), die gerade von der Situation persönlich betroffen sind, indem sie z.B. Angehörige in der Ukraine haben oder selbst von dort stammen, zu einem Treffen einladen:

     

    am Freitag, den 4. März um 16:00 Uhr in der

    Olshausenstraße 75 (OS-75), S1-R.17

    (der Raum ist größer und geeigneter)

     

    Dieses erste Treffen soll zunächst der Kontaktaufnahme und einer möglichen Vernetzung dienen. Was daraus entsteht, ist zur Zeit absolut offen. Wir können zusammen Kaffee trinken, spazieren gehen, einander zuhören und Kraft spenden, genauso ist aber denkbar dass wir gemeinsam an Veranstaltungen teilnehmen – der Safe Space soll ein Ort sein, an dem wir unsere momentanen Bedürfnisse und Wünsche formulieren.

    Ganz wichtig ist dabei, dass es sich um einen Raum handeln soll, in dem keine Debatten geführt und Einschätzungen der aktuellen Lage sowie Positionen diskutiert werden, sondern ein Ort der gegenseitigen Unterstützung.

    Wir möchten auch betonen, dass von der Situation ebenso Menschen betroffen sind die aus Belarus und Russland stammen. Daher richtet sich diese Einladung explizit auch an Euch sowie Menschen, die sich als Post-Sowjetisch/Post-Ost verorten, aus einem der Staaten der ehemaligen Sowjetunion oder autonomer Republiken der russischen Föderation stammen.

    Außerdem möchten wir alle, die nicht persönlich betroffen sind, sich jedoch angesprochen fühlen, bitten sich für eine mögliche weitere Gruppe zu melden, die als Unterstützungsgruppe arbeiten kann. Hier könnten dann organisatorische Aufgaben übernommen und die Wünsche der Safe Space-Gruppe zusammen umgesetzt werden.

    Bitte schreibt uns, wenn ihr schon sicher wisst dass ihr teilnehmen möchtet, damit wir die Raumgröße ggf. anpassen können. Es ist aber auch ohne Anmeldung möglich dazuzustoßen. Tragt auch gern die Einladung weiter an Menschen die dies interessieren könnte!

    Vertreten sein werden auch das International Center und das Studierendenwerk, um Fragen zu Beratungsangeboten zu beantworten.

    Achtung: die Veranstaltung findet unter den 2G-Regeln statt (geimpft, genesen). Während der gesamten Zeit muss ein medizinischer Mund-Nasenschutz getragen werden. Mindestabstände und die geltenden Hygieneregeln sind einzuhalten.


    Українська версія

    Шановні студенти, шановні співробітники і співробітниці КАУ.
    Події в Україні з четверга минулої неділі нас всіх глибоко вражили. Тому ми бажаємо запросити всіх, кого ця ситуація торкнулася особисто:

     

    В п‘ятницю 4 березня о 16:00 за адресою

    Olshausenstraße 75 (OS-75), S1-R.17

    (кімната більша і більш доречна)

     

    Це буде перша подія такого роду, щоб дати можливість обмінятися контактами і створити спільноту. Що з цього зрештою вийде, час покаже. Ми можемо пити каву, ходити разом на прогулянки, розмовляти і підтримувати один одного, але також можемо приймати участь в заходах і відвідувати лекції – сейф спейс повинен стати місцем, де наші потреби і бажання мають місто бути в будь-якій формі.

    Дуже важливо наголосити, що ми хочемо зробити це не місцем для дебатів і спекуляцій з приводу встановленої ситуації, а місцем для взаємної підтримки.

    Ми наголошуємо, що потерпілі також можуть бути родом з Білорусі і Росії. Тому це звернення адресовано і Вам в тому числі, а також всім, хто родом із пострадянського простору, колишніх республік СССР та інших автономних республік РФ.

    Більш того, ми просимо всіх, кого ця ситуація не торкнулася особисто, але хто все ж хоче допомогти, звернутися в іншу группу підтримки. В цьому випадку Ви зможете допомогти в рішенні організаціонних питань групи і в виконанні потреб потерпілих.

    Пишіть нам, будь ласка якщо вирішили прийти на зустріч, щоб ми змогли завчасно потурбуватися про більше приміщення, якщо в цьому виникне потреба. Але можете приходити і без попередження. Поширьте це повідомлення всім, кому це може бути цікаво. International Center і Studentenwerk також будуть приймати участь в зустрічі, щоб відповісти на Ваші питання.

    [auto translate: УВАГА: Захід відбувається під правилами 2G (вакцинована, відновлення). Протягом усього часу маска повинна бути зношена. Необхідно спостерігати мінімальні відстані та відповідні правила гігієни.]


    Русская версия

    Дорогие учащиеся, дорогие сотрудники и сотрудницы КАУ,
    события в Украине с четверга прошлой недели нас всех глубоко потрясли. Поэтому мы хотим пригласить всех, кого эта ситуация затронула лично, на встречу:

     

    В пятницу 4 марта в 16:00 по адресу

    Olshausenstraße 75 (OS-75), S1-R.17

    (помещение больше и более подходящее)

     

    Это будет первая встреча такого рода, чтобы дать возможность обменяться контактами и создать сообщество. Что из этого в итоге получится, мы посмотрим со временем. Мы можем попить кофе, ходить гулять вместе, разговаривать и подбадривать друг друга, но можем также учавствовать в мероприятиях и ходить на лекции – сейф спейс должен стать местом, где наши нужды и пожелания имеют место быть в любой форме.

    Очень важно отметить, что мы не хотим сделать это местом для дебатов и спекуляций по поводу сложившейся ситуации, но местом для взаимной поддержки.

    Мы подчеркиваем, что потерпевшие также могут быть родом из Беларусь и России. Поэтому это приглашение адресовано в том числе и Вам, а также всем, кто родом из постсоветского пространства, бывших республик СССР и других автономных республик РФ.

    Кроме того мы просим всех, кого эта ситуация не затронула лично, но кто все-таки хочет помочь, обратиться в дополнительную группу поддержки. В этом случае Вы сможете помочь в решении организационных вопросов группы и в исполнении нужд потерпевших.

    Пишите нам, пожалуйста если решили придти на встречу, чтобы мы смогли заранее позаботиться о большем помещении в случае надобности. Но можете придти и без предупреждения. Рапространите это приглашение всем, кому может быть интересно. International Center и Studierendenwerk также будут присутствовать на встрече, чтобы ответить на Ваши вопросы.

    Внимание: мероприятие проходит по правилам 2G (полностью привитые, выздоровевшие). Oбязателен масочный режим. Необходимо соблюдать социальную дистанцию и применимые правила гигиены.


    English Version

    Dear students, dear employees of the CAU,

    The events since 24th February in Ukraine have shaken us all. We would therefore like to invite people who are personally affected by the situation, whether by having relatives in Ukraine or come from Ukraine themselves for a meeting:

     

    on Friday, March 4th at 4:00 p.m.

    in the Olshausenstraße 75 (OS-75), S1-R.17

    (the room is bigger and more suitable)

     

    The first meeting should serve to establish contacts and a possible network. What will emerge from this is completely open at the moment. We can drink coffee together, go for a walk, listen to each other and offer each other strength. We could also take part in additional events together. This Safe Space should be a place where we put together our current needs and wishes.
    It is very important that this becomes a space in which no debates and no assessments of the current situation and positions are discussed, but rather a space of mutual support.

    It is very important for us to emphasize that the situation also affects people born in Belarus and Russia. Therefore, this invitation is also explicitly addressed to you and people who identify themselves as post-Soviet/post-Eastern, who come from one of the states of the former Soviet Union or other autonomous republics of the Russian Federation.

    We would also like to suggest for everyone who is not personally affected, but feels impacted by the situation to get in touch. The idea is to go further with a group that can work as a support of the group described above. Here organizational tasks could be taken over and the wishes of the Safe Space group supported and implemented together.

    Please write to us if you would like to participate so we can adjust the room size. It is also possible to join without registering. Feel free to pass on the invitation to people who might be interested! The International Center and the Studierendenwerk will also be there to answer questions about counseling services.

    Attention: the event takes place under the 2G rules (vaccinated, recovered). A medical mask has to be worn at all times. Minimum distances and the applicable hygiene rules must be followed.

  • Stellungnahme zum Bebauungsplan für den Bremerskamp

    Stellungnahme zum Bebauungsplan für den Bremerskamp

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
    sehr geehrte Verantwortliche,

    wir freuen, dass wir als Studierendenschaft frühzeitig bei den Workshops zur Entwicklung des Bremerskamp eingeladen wurden und mit Ihnen und vielen weiteren Akteur*innen in den produktiven und konstruktiven Austausch treten konnten. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der GMSH und der Moderation.

    Zum Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung möchten wir uns erneut zu Wort melden. Einerseits beiliegend ist die Resolution des Studierendenparlamentes der Christian-Albrechts-Universität im Namen der gesamten Studierendenschaft der CAU. Dieser Beschluss zur Stellungnahme wurde am 24.01.2022 verabschiedet und ist, auch wenn Sie nicht direkt als Adressat*innen gelistet sind, auch nach Beschlusslage und -begründung für die Stellungnahme für die vorliegenden B-Pläne beschlossen worden.
    Darüber hinaus möchten wir im Namen des AStA, als Interessenvertretung und Selbstverwaltung der 27.000 Studierenden, auf folgende zwei Aspekte, in unseren Augen Missstände, tiefer eingehen.

    1) Lebendiger Campus

    Aus den Workshops, Beteiligungsformaten und Gesprächen ging hervor, dass für alle Beteiligten der Wunsch eines lebendigen Campus, auf welchem sich Menschen aufhalten, auch gerne aufhalten, für den Prozess von grundlegender Bedeutung ist.

    Die Kommunikation der Verantwortlichen und Projektträger*innen, auch in den Beteiligungsformaten im Januar 2022, stellt die (urbanen) Lebendigkeit und die Aufenthalts- und Lebensqualität in dieser Planung als bedeutsame Faktoren dar. Formulierungen wie „ein lebendiger Campus“, „belebter Stadtteil“, „lebendiges Universitätsquartier“ sollen Attribute der zukünftigen Entwicklung sein.
    Diese Bild eines lebendigen Universitätsquartiers steht für viele Beteiligte, wenn nicht alle, im Gegensatz zum aktuellen Zustand des Campus um die Leibnizstraße mit den Fakultätenblöcken, der Hauptbibliothek, Mensa 2 und weiteren Gebäuden und Einrichtungen.
    Die monofunktionale Nutzung mit seinem Zweck der Hochschule als Arbeits- und Ausbildungsplatz bewirkt, dass sich hauptsächlich zu den üblichen Lehrveranstaltungs- und Arbeitszeiten zwischen 8 Uhr/10 Uhr und 16 Uhr dieser Bereich mit Menschen füllt. Danach „werde die Bürger*innensteige hochgeklappt“ – der Campus verwaist.
    Von der Anzahl, bzw. Anwesenheit von Menschen unterscheidet sich dieses Areal also nicht sonderlich von einem monofunktionalen Gewerbegebiet, die Menschen sind nur da, wenn sie gerade hier arbeiten.

    Auch die tatsächlich vorhanden freiräumlichen Qualitäten der Teiche zwischen Bio-Turm und Sportzentrum, den Wiesen und Flächen im Bereich oder bspw. die Sitzmöglichkeiten vor Mensa 2, nutzen nur sehr wenige Menschen. Außerhalb des Unibetriebs ist der Campus ein Ort, der von Menschen durchfahren/durchgangen, also als Korridor genutzt wird (Space). Er ist kein Ort, der durch Praktiken außerhalb der „Uni-Arbeitszeiten“ Lebendigkeit und Bedeutung erlangt (Place). Letzteres könnte und sollte er sein.

    Diese Qualitäten, inklusive des Botanischen Gartens, dessen Bekanntheitsgrad/Ort in der Kieler Bevölkerung auch eher gering ist, bzw. selten genutzt wird, reichen also nicht aus, Lebendigkeit zu erzeugen.
    Mit Hinblick auf die Planung des Bremerskamp kann hier festgehalten werden: Auch mehr Gebäude, mehr „schön“ gestaltete Orte, werden nicht ausreichen plötzlich Menschen anzuziehen.
    Lebendigkeit erlangt mensch einerseits durch Orte, die eine Destination sind, in dessen Räumen sich Menschen aufhalten wollen und absichtlich hinkommen. Hierbei kann eine „hohe“ Lebendigkeit erzeugt werden, in dem viele Menschen kommen, aber auch, in dem weniger kommen, diese sich aber länger aufhalten. Hierfür ist Versorgung vor Ort notwendig (Nahversorgung, Cafés, Toiletten usw.).
    Die zweite Möglichkeit Menschen an einen Ort „zu holen“, bzw. zu binden ist Wohnraum.
    Wohnraum erzeugt das Grundrauschen menschlicher Aktivität.
    Dieses Grundrauschen erzeugt Sicherheit (Jane Jacobs „eyes on the street“), Aufmerksamkeit und Bedeutung durch Praktiken. Der Schrevenpark ist nicht nur wegen seiner freiräumlichen Qualitäten eine Destination, sondern auch, weil ihn viele Menschen nutzen und es automatisch andere anspornt, dies auch zu tun (Multiplikationseffekt).
    Entweder kommen Menschen also freiwillig oder sie sind „gezwungen“/zwangsläufig vor Ort, weil sie dort wohnen.
    Im Wettbewerb des städtebaulichen Rahmenplans und den Entwürfen der Architekt*innen war Wohnraum immer ein zentraler Aspekt der Planung (siehe GMSH Publikation zum Rahmenplan). In den fachlichen Gesprächen in den Arbeitsgruppen, auch mit Teilnehmenden der GMSH und dem Kieler Stadtplanungsamt, war auch der Umfang der Funktion Wohnen ein bedeutsamer Aspekt. Hier fiel die Zahl von mind. 6.000 Wohneinheiten für den gesamten F-Plan Bereich des Campus um die Leibnizstraße und Bremerskamp, damit von einem „lebendigen Universitätsquartier“, einem lebendigen Raum, gesprochen werden und zukünftig entwickeln kann.
    Mit den anfangs in die Planung einfließenden zugesagten 1.000 Wohneinheiten, die das Studierendenwerk kapazitär zu diesem Zeitpunkt eigenständig umzusetzen war, waren wir als Studierendenvertreter*innen schon sehr zufrieden.
    Das daraus in der Abschlussveranstaltung der Workshopreihe 150 Wohneinheiten gemacht wurden, was während der Veranstaltung stark kritisiert wurde und sich zu einem zentralen Diskussionspunkt entwickelte, empfinden wir weiterhin als nicht akzeptables Verhalten der damaligen Verantwortlichen und eine städtebauliche, fachliche Fehlentscheidung.

    Die alleinige Fokussierung auf Flächen für Forschung und Institute ist keine Planung aus diesem Jahrhundert und zeugt von einem fehlenden oder fehlgeleiteten Verständnis, wie städtebaulich Lebendigkeit in Räumen ermöglicht wird. Es ist eine reine Planung für Gebäude, es fehlt das Verständnis (oder der Wille), wie Menschen (urbane) Räume nutzen und Universität zu einem „lebendigen Ort“ werden kann.

    Die aktuelle angesetzte Anzahl von 500 Wohneinheiten, wobei diese nicht mal dem Studierendenwerk zugeschrieben sind, sondern u.U. private Investor*innen bauen sollen (daraus entsteht nie, dass kennen wir in Kiel, für Studierende bezahlbarer Wohnraum), ist weiterhin viel zu gering.
    Insbesondere, wenn mensch sich anschaut, wann diese Wohneinheiten im Blick auf die Bauabschnitte realisiert werden können. Was und wem nutzen über die Hälfte der Wohneinheiten, wenn sie erst 2035 fertiggestellt sein sollen?

    Auch bis dahin wird ein neuer Bremerskamp genauso menschenleer und tot sein, wie der es im vorhandenen Bereich seit Jahrzehnten der Fall ist.

    Das Label des „lebendigen Universitätsquartiers“ ist im Moment viel eher ein Kommunikationswerkzeug, als ein umsetzbares Ziel.

    2) Mobilität

    Menschen, die vor Ort leben, müssen nicht erst zur Universität pendeln, flächenfressende Autoparkflächen beanspruchen oder Kapazitäten des ÖPNV belasten.

    Wohnraum auf dem Campus – Wohnraum auf dem Bremerskamp erzeugt diesen Effekt.

    Wohnraum auf Universitätsflächen sind normal und international mit Zielvorgaben und Ambitionen verbunden. Beispielhaft anführen lassen sich die University of British Columbia (UBC) in Vancouver/Kanada, deren Ziel ist, dass 50% der Studierenden auf dem Campus wohnen. Das erzeugt Lebendigkeit und vitale Universitätsquartiere. Die EPFL Lausanne/Schweiz, von welcher der damalige CAU Präsident Kipp mit Herrn Ricci auch personell und inspirativ für den Prozess Unterstützung ermöglichte, bietet rund 15% ihrer Studierenden Wohnraum auf/am Campus.
    Der Anteil der Studierendenwohnheime in Schleswig-Holstein und Kiel ist bekannt, niedrig einstellig… der Wohnraum auf dem und in direkter Umgebung des Campus der CAU ist ebenfalls äußerst gering.

    Wohnen auf dem Bremerskamp: Zukünftig eine hervorragende Anbindung mit der Stadtbahn an das Kieler ÖPNV Netz, die Veloroute 10 direkt vor der Nase, Versorgung, Holtenauer und Innenstadt schnell erreichbar. Das wäre attraktiv.

    „Verkehr entsteht, wenn etwas verkehrt steht“ – nicht nur im Hinblick auf Mobilität, auch weitergedacht auf Soziales oder der Klimakrise ist es sinnvoll funktional gemischte Bereiche zu entwickeln und eben nicht mehr monofunktionale (innenstadtnahe) Flächen. Dies gilt auch für F-Plan Flächen Hochschule/Forschung.

    3) Wohnraum und die äußerst angespannte Lage des Kieler Wohnungsmarktes

    Studierende in WGs konkurrieren mit Familien um Wohnraum. Jedes Jahr zu Semesterbeginn im Oktober allein über 600 Studierende, die auf der Warteliste des Studierendenwerkes stehen. Steigende Mieten, fehlende „große Schritte“, die die Lage entspannen.

    Wie toll wäre es da, wenn das Studierendenwerk Schleswig-Holstein seine 1.000 Wohneinheiten in den nächsten Jahren realisieren könnte. Hier vor Ort in Kiel, an der CAU.
    Die Studierenden, die hier unterkommen, belasten nicht mehr den städtischen Wohnungsmarkt. Sie sind versorgt mit bezahlbarem Wohnraum und auch mit einem Dienstleister, wenn ich an dieser Stelle das Studierendenwerk so nennen darf, welcher Partner der Studierendenschaft und zentral wichtig für die Universität und das Leben in ihr ist.

    Und welche verlorene Chance ist es für den Kieler Wohnungsmarkt, die Kieler Politik/Verwaltung und die Universität, wenn diese Möglichkeiten nicht genutzt werden würden.
    Neben studentischem Wohnraum wäre ein Anteil von „normalem“ Wohnraum für nicht-Studierende natürlich auch sinnvoll. Dies gilt besonders im Hinblick auf Internationalisierung und der Werbung Kiels und der CAU als attraktiver Standort und Arbeitgeberin für internationale Forscher*innen und Lehrende. Weiterhin haben internationale Studierende, Forschende und Lehrende auch auf dem Kieler Wohnungsmarkt durch Rassismus Probleme, unkompliziert an Wohnraum zu gelangen.

    Fazit

    Abschließend ist zusammenzufassen, dass der Anspruch eines lebendigen Universitäts-Campus oder gar eines Universitätsquartiers, mit der geringen Anzahl an Wohneinheiten nicht erreicht werden kann. Es fehlt das „Grundrauschen“, damit Lebendigkeit und Qualitäten entstehen können.
    Die Notwendigkeit für den Bremerskamp, die Studierenden und allen Bürger*innen Kiels, die vom Thema Wohnen betroffen sind, zeitnah Wohnraum in Kiel zu schaffen ist ungehindert.
    Wir fordern mehr Wohnraum auf dem Bremerskamp – und das zeitnah und nicht erst in 10 oder mehr Jahren.

    Für Rückfragen, Austausch und Einschätzungen stehen wir als AStA, als Selbstverwaltung und Interessenvertretung der mit rund 27.000 Studierenden größten Statusgruppe der Universität Kiel, jederzeit zur Verfügung.

     

    Mit besten Grüßen

    Carlotta Tiedemann, Uta Boßmann & Julian Schüngel

    AStA-Vorstand, Kiel, 02.02.2022

     

    Siehe hierzu auch: Beschluss/Resolution des Studierendenparlamentes zur Bebauung des Bremerskamp

    sowie: Städtebaulicher Rahmenplan für das Areal am Bremerskamp vom Gebäudemanagement SH

  • Offener Brief an die Dekane der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zur Freiversuchsregelung

    Offener Brief an die Dekane der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zur Freiversuchsregelung

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. André Munzinger,
    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Manfred Heinrich,
    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Kai Carstensen,
    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Joachim Thiery,
    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Andreas Bihrer,
    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Frank Kempken,
    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Karl H. Mühling,
    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lorenz Kienle,

    die Situation der Studierenden an der Christian-Albrechts-Universität hat sich durch den erneuten Wechsel in die Online-Lehre zusätzlich verschlechtert. Die seit vier Semestern anhaltende psychische Belastung findet erneut einen drastischen Höhepunkt. Es gibt immer noch keine Entlastungen für Studierenden. Das Studieren in der Pandemie hat sich nach wie vor nicht verbessert. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit den Studierenden eine Erleichterung in der aktuellen Studiensituation zu gewähren und sie damit bestmöglich beim zeitnahen erfolgreichen Abschluss ihres Studiums zu unterstützen.

    Im Namen der Studierendenschaft bitten wir Sie darum den Studierenden zusätzliche Freiversuche zu ermöglichen. Die neue Corona-Hochschulrechtsergänzung sieht aktuell vor, dass sie als Dekane festlegen können, dass Sie den Studierenden einen weiteren Freiversuch gewähren:

    (5) Die Dekanin oder der Dekan kann zusätzlich zu Satz 1 und 2 festlegen, in welchen Studiengängen oder Modulen für Prüfungen, die dem Sommersemester 2020, dem Wintersemester 2020/2021, dem Sommersemester 2021 oder dem Wintersemester 2021/2022 zugeordnet sind und die nach dem 21. April 2021 abgelegt und nicht bestanden wurden, ein zusätzlicher Prüfungsversuch gewährt wird, weil die Lehr- und Lern- oder die Prüfungsbedingungen durch Einschränkungen des Präsenzbetriebs wesentlich erschwert sind. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Studierende (Beamtinnen und Beamte sowie Tarifbeschäftigte), deren Studiengang den Regelungen des beamtenrechtlichen Laufbahnrechts unterliegt.

    Wir bitten sie ausdrücklich von dieser Regelung großzügig Gebrauch zu machen, da die Lehr-, Lern- und Prüfungsbedingungen für alle Studierenden der CAU durch die Einschränkungen des Präsenzbetriebs wesentlich erschwert sind und es eine Veränderung oder gar Verbesserung der Studienbedingungen im Vergleich zu den letzten Semestern nicht gibt.

    An der CAU wurden die Änderungen der Prüfungsformen erst nach Beginn der Anmeldefristen für die Prüfungen bekannt gegeben. Eine von der zu Beginn des Semesters angekündigten Prüfungsform abweichende Prüfung erfordert eine andere Vorbereitung. Die Vorbereitung auf Prüfungen wird bereits über das ganze Semester empfohlen. Aus den Erfahrungswerten der letzten Semester weicht der Schwierigkeitsgrad von Online-Prüfungsformen erheblich von denen in Präsenz ab, da die Dozierenden Betrugsversuche verhindern wollen. Auch sind die Prüfungsbedingungen bei den Studierenden zu Hause nicht ideal. Einerseits erzeugen die räumlichen Begebenheiten der Studierenden, beispielsweise durch das wuselige WG-Leben, (Straßen-) Lärm, die schwierige Trennung von Arbeiten und Wohnen, Herausforderungen, die es zuvor in Präsenzprüfungen nie gab. Darüber hinaus stellt die finanzielle Belastung für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen aber auch Prüfungen mit Überwachungsmaßnahmen z.B. mit zwei Kameras, zwei Endgeräten, Scanner oder einer schlechten Internetverbindung, ein Problem für viele Studierenden dar.

    Der verwaltungstechnische Aufwand darf kein Grund gegen verbesserte Studienbedingungen sein. Während einer Pandemie sind Freiversuchsregelungen eine Verbesserung der Studienbedingungen.

    Weiterhin leiden Studierende seit nun mittlerweile vier Semestern unter stark erschwerten Bedingungen. Auch die psychische Belastung bei kurzfristigen Änderungen der Prüfungsform ist nicht außer Acht zu lassen, da die Sorge um das Nichtbestehen, erheblich ist. Den Studierenden in diesem Semester erneut Freiversuche zu gewähren ist eine Möglichkeit die Studierenden zu entlasten.

    Mit freundlichen Grüßen
    der Allgemeine Studierendenausschuss der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
    (nach Beschluss vom 20.01.21)
    &
    das Studierendenparlament der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
    (nach Beschluss vom 24.01.21)
    &
    die Fachschaft Mathematik
    die Fachschaft Sport
    die Fachschaft Chemie
    die Fachschaft Islamwissenschaft
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    Offener Brief an die Dekane der CAU zur Freiversuchsregelung vom 26.01.22
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  • Freiversuchsregel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel – Forderungen der Studierendenschaft

    Freiversuchsregel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel – Forderungen der Studierendenschaft

    Der Allgemeine Studierendenausschuss der CAU zu Kiel stellt sich vehement gegen die Verschlechterung der Prüfungs- und Studienbedingungen während Corona. Nachdem drei Semester Freiversuche bei nicht bestanden Prüfungen gewährt wurden, sind diese nun nur noch in Einzelfällen möglich.

    The Situation der Studierenden im Land hat sich durch den erneuten Wechsel in die Online-Lehre zusätzlich verschlechtert. Die seit vier Semestern anhaltenden psychischen Belastungen finden erneut einen dramatischen Höhepunkt. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit den Studierenden eine Erleichterung der aktuellen Studiensituation zu gewähren und sie damit bestmöglich beim zeitnahen erfolgreichen Abschluss ihres Studiums zu unterstützen. Denn die Studierenden von Heute sind die Wissenschaftler*innen von Morgen.

    Freiversuche bei Prüfungen werden nach der aktuell geltenden Verordnung nur für Studierende, die Kinder unter 14 Jahren nachweislich aufgrund des Pandemiegeschehens zu Hause betreuen müssen, gewährt. Zusätzlich kann ein Freiversuch gewährt werden, wenn die in der Prüfungsordnung festgelegte Prüfungsart durch eine andere Prüfungsart ersetzt wurde. Dies umfasst nicht den Wechsel hin zu einer elektronischen Prüfungsform, wie es die vorherigen Semester möglich war.

    In diesem Semester können lediglich die Dekane festlegen, in welchen Studiengängen oder Modulen für Prüfungen ein zusätzlicher Prüfungsversuch gewährt wird, weil die Lehr- und Lern- oder die Prüfungsbedingungen durch Einschränkungen des Präsenzbetriebs wesentlich erschwert sind.

    Wir sehen die Lehr-, Lern- und Prüfungsbedingungen für alle Studierenden der CAU durch die Einschränkungen des Präsenzbetriebs wesentlich erschwert. Eine Veränderung oder gar Verbesserung der Studienbedingungen im Vergleich zu den letzten Semestern gab es nicht.
    Wir appellieren daher an alle Dekane der CAU von dieser Regelung großzügig Gebrauch zu machen, wie es an den anderen Hochschulen im Land bereits angekündigt wurde.

    An der CAU wurden die Änderungen der Prüfungsformen in vorwiegend digitale Prüfungen erst nach Beginn der Anmeldefristen für die Prüfungen bekannt gegeben. Aus den Erfahrungswerten der letzten Semester weicht der Schwierigkeitsgrad von Online-Prüfungsformen erheblich von denen in Präsenz ab, da die Dozierenden Betrugsversuche verhindern wollen. Auch sind die Prüfungsbedingungen bei den Studierenden zu Hause nicht ideal. Einerseits erzeugen die räumlichen Begebenheiten der Studierenden, beispielsweise durch das wuselige WG-Leben, (Straßen-) Lärm, die schwierige Trennung von Arbeiten und Wohnen, Herausforderungen, die es zuvor in Präsenzprüfungen nie gab. Darüber hinaus stellt die finanzielle Belastung für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen aber auch Prüfungen mit Überwachungsmaßnahmen z.B. mit zwei Kameras, zwei Endgeräten, Scanner oder einer schlechten Internetverbindung, ein Problem für viele Studierenden dar.

     

    The generelle Freiversuchsregelung für alle Prüfungen, die im Wintersemester 21/22 abgelegt und nicht bestanden wurden, ist aus unserer Sicht die zwingend logische Konsequenz aus den beschriebenen Problemen, die seit Pandemiebeginn bestehen. Der Hinweis zu Mehraufwand bei den Dozierenden oder der Verwaltung der Universität ist keine ausreichende Begründung, die Regelungen der letzten Semester nicht zu verlängern. Während einer Pandemie sind Freiversuchsregelungen eine notwendige Verbesserung der Studienbedingungen.

    Wir fordern die Dekane, das Präsidium der CAU und das Land Schleswig-Holstein dazu auf, die Studierenden in der aktuellen Lage bestmöglich zu unterstützen.

    Im Namen der Studierendenschaft

    der AStA-Vorstand

  • Schluss mit Bauchgefühl – CO2-Kennzeichnung für klimabewusste Mensen

    Schluss mit Bauchgefühl – CO2-Kennzeichnung für klimabewusste Mensen

    Pressemitteilung des AStA der CAU Kiel

    Weltweit entstehen durch unsere Ernährung enorme Mengen von Treibhausgasemissionen. Um dem entgegenzuwirken, setzt sich die studentische Initiative “CO2-Projekt Klimabewusste Mensa” für die automatische Berechnung und Anzeige der CO2-Emissionen aller Gerichte in allen Mensen in Deutschland ein. Somit soll zukünftig Mensabesucher*innen ermöglicht werden, den CO2-Fußabdruck der Gerichte in ihre Essensauswahl einbeziehen zu können und sich so klimabewusster zu ernähren.

    Am 08.12.2021 wurde auf diesem Weg ein wichtiger Meilenstein erreicht. Auf der Mitgliederversammlung des Dachverbands „Deutsches Studentenwerk“ (DSW) wurde das Projekt vorgestellt und schließlich beschlossen, die 57 deutschen Studenten- und Studierendenwerke bei einer Sichtbarmachung der CO2eq-Emissionen der Angebote in der Hochschulgastronomie zu unterstützen. CO2-Äquivalente fassen dabei alle klimaschädlichen Gase zusammen, die in ihrer Wirkung in der Einheit CO2eq zusammengefasst werden.

    Zuvor hatte die Initiative ihre Idee bereits dem Studierendenrat des DSW vorgestellt und traf dabei auf große Zustimmung und die Bereitschaft, zusammen die Kennzeichnung von CO2eq-Emissionen in allen Mensen voranzubringen. „Wir sind begeistert, dass wir gemeinsam mit dem Studierendenrat den Beschluss auf der Mitgliederversammlung des DSW eingereicht haben und diesem einstimmig zugestimmt wurde. Wir wollen bei der Umsetzung zukünftig eng mit allen Beteiligten zusammenarbeiten und freuen uns auf eine baldige Umsetzung in allen Mensen“, sagt Frieder Bönisch von der TU-Umweltinitiative Dresden.

    Schon jetzt haben die Studierendenwerke in Erlangen, Stuttgart und Karlsruhe eine CO2eq-Kennzeichnung auf den Weg gebracht. Durch das geplante Förderprojekt „KlimaTeller in der Mensa“ (finale Förderzusage vorausgesetzt) des Vereins NAHhaft können sich zudem die Mensen von 20 Studierendenwerken voraussichtlich schon ab 2022 auf eine automatisierte Umsetzung freuen. Auch aktuell können sich noch weitere Studierendenwerke melden, um potenziell ins Förderprojekt aufgenommen zu werden. Zudem unterstützt NAHhaft die Studierendenwerke bei der Gestaltung eines klimafreundlicheren Speiseplans.

    „Wir begrüßen, dass das DSW unser Vorhaben unterstützt und auch nach Ende der Förderung des ´KlimaTeller in der Mensa´-Projekts durch das Bundesministerium für Umwelt allen deutschen Studierendenwerken diesen Schritt in Richtung Klimabewusstsein ermöglichen möchte. Die Umsetzung ist eine Win-Win-Situation für die Studierendenwerke sowie die Studierenden und Mitarbeitenden, denn alle Seiten können somit die Emissionen des Konsums einschätzen und ihr eigenes Verhalten anpassen“, ergänzt Carolin Böttcher vom Referat für Ökologie des AStA der CAU Kiel und Mitglied der CampusGrüne Hochschulgruppe Kiel.

    Das Ziel der Initiative ist ein Rahmenvertrag zwischen dem DSW, NAHhaft und dem Unternehmen, das die CO2eq-Datenbank bereitstellt, damit die Anzeige von CO2eq-Emissionen in allen Mensen einheitlich, einfach und kostengünstig umgesetzt werden kann. Über 80 Studierende aus über 50 Städten arbeiten dazu seit mehreren Monaten in der Initiative zusammen, um die Mensen und Cafeterien flächendeckend an allen Uni- und Hochschulstandorten klimafreundlicher und zukunftsorientierter zu gestalten.

    „Wir freuen uns, dass diese Kernforderung der Initiative begeistert vom DSW aufgenommen wurde. Nun wenden wir uns an alle Studierendenwerke, diesem Beschluss zu folgen und diese Möglichkeit in Zukunft zu nutzen, um eine transparente CO2eq-Emissionen-Darstellung umzusetzen. Die Studierendenwerke können damit auch Vorbild für weitere Kantinen und gastronomische Betriebe sein“, so Paulus Guter (Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit der FAU Erlangen-Nürnberg).

    Weiterführende Informationen:

    Fragen an die Initiative „CO2-Projekt Klimabewusste Mensa“?

    Florian Wendler, mensa@tuuwi.de / +49 172 8830 160
    Carolin Böttcher, oekologie@asta.uni-kiel.de

    Fragen zum KlimaTeller-Projekt von NAHhaft?

    Alexander Schrode (Vorstand), alexander.schrode@nahhaft.de / +49 30 5557 0733
    Antje Wilke (Projektkoordinatorin), antje.wilke@klimateller.de

    Mehr Infos zum Projekt gibt es auf der Website der tu umwelt initiative

     

  • Der AStA Wunschbaum 2021

    Der AStA Wunschbaum 2021

    Die diesjährige Wunschbaumaktion startet!

    English Version Below

    Wenn Du beschenken möchtest: Gehe auf die Wunschbaum-Seite unter diesem Link und wähle einen Wunschzettel aus! Du wirst darum gebeten, deine Auswahl zu bestätigen. Ist ein Wunschzettel ausgewählt, so verschwindet dieser von der Seite.

    Nun kannst Du den Wunsch erfüllen und das Geschenk bis zum Mittwoch, 15.12.2021 an der Hauptpforte der CAU (Adresse: Christian-Albrechts-Platz 4) in einer dafür vorgesehenen Kiste abgeben. Damit wir das Geschenk zuordnen können, befestige bitte folgende Angaben vom Wunschzettel sichtbar am Geschenk: Name, Alter, Nummer des Wunschzettels. Wenn es mit der Abgabe zeitlich knapp wird oder Du es nicht schaffen solltest, kontaktiere mich bitte über familie@asta.unikiel.de.

    Wenn Du Student*in mit Kind/ern bist: Wenn Du mit Deinem Kind/ Deinen Kindern teilnehmen möchtest, füll bis zum Sonntag, 12.12.2021 unter Angabe Deiner Stu-Mail online einen Wunschzettel je Kind aus. Die anzugebende Mailadresse ist nur für organisatorische Zwecke und wird nicht veröffentlicht.

    Besucht/besuchen dein/e Kind/er eine der teilnehmenden Kindertageseinrichtungen, wird das Geschenk dort übergeben. Wenn es bzw. sie in keine der teilnehmenden Einrichtungen geht/gehen, darfst Du das Geschenk ab Montag, 20.12.2021 beim AStA-Büro in der Mensa 1 entgegennehmen.

    Solltest Du Rückfragen haben, melde Dich gerne unter familie@asta.uni-kiel.de. Also write to me if you are unsure whether the wish has been fulfilled and you can actually pick up the gift.

    Familie&Campus vom AStA bedankt sich ganz herzlich für die Unterstützung und wünscht eine wunderschöne Winterzeit!

     

    English Version

    This year’s wish tree campaign starts!

    If you want to make a gift: Go to the campaign page via this Link and scroll through the cards to find a wish you would like to fullfill. Click on “Fulfill wish” to proceed! You will be asked to confirm your choice. Once chosen, the card disappears from the site.

    Now, you can fulfill the wish and deliver the present to the university main gate (“Hauptpforte”, Christian-Albrechts-Platz 4). To match the gifts, please attach following information of the wish-card visibly to it: name, age, wish card number. Last possible delivery date is wednesday,15th of December 2021. If you can’t make it in time, please contact me: familie@asta.uni-kiel.de.

    If you are a student with child/ren: If you want to participate with your child/ren fill out a wish card for each child till Sunday, 12th of December 2021 online on the following website: www.asta.uni-kiel.de/wunschbaum. Please include your student email address in the registration progress. This is needed for organizational matters only and will not be published.

    Children from participating daycare facilities (Kita and Kindergarten) receive their gifts there. Those who do not, can collect their present starting from Monday, 20th December at the AStA-office in the Mensa 1.

    If you have any questions or concerns, please do not hesitate to send a mail to familie@asta.uni-kiel.de. Please do this as well, if you are unsecure whether the wish has been fulfilled.

    Familie&Campus from the AStA sends warmest thanks for your support and wishes all of you a wonderful wintertime!

  • Großangelegte Umfrage belegt: BAföG-Amt kommt gesetzlichem Auftrag nicht nach, leidtragende Studierende in finanzieller Existenznot und unter starken Belastungen

    Großangelegte Umfrage belegt: BAföG-Amt kommt gesetzlichem Auftrag nicht nach, leidtragende Studierende in finanzieller Existenznot und unter starken Belastungen

    Im Juni 2021 führte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der CAU Kiel in Zusammenarbeit mit der Landes-Asten-Konferenz (LAK SH) eine landesweite Umfrage zum BAföG durch, an der sich 1.841 Studierende beteiligten. Das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) soll jungen Menschen mit finanziell schwachem Hintergrund ein Studium ermöglichen und somit zur Bildungsgerechtigkeit beitragen.

    Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die gesetzliche Pflicht, diese Förderung auch zu leisten, aktuell in gravierender Form vom Amt für Ausbildungsförderung des Studierendenwerkes SH vernachlässigt wird. Die Argumentation, dass es sich bei Problemfällen um Einzelfälle handeln würde, kann grundlegend widerlegt werden.

    Die Antragsstellung und -bearbeitung erweist sich in Schleswig-Holstein seit Jahren als Problemfeld. Mit dem Beginn und dem Fortgang der Corona-Pandemie wurden diese Probleme noch schwerwiegender und betreffen heutzutage noch mehr Studierende. Neben erschreckenden Bearbeitungszeiten, die zu monatelang anhaltenden finanziellen Notlagen führen, sind die schlechte Erreichbarkeit des BAföG-Amtes, fehlende Rückmeldungen und Anforderungen von Nachweisen, die längst eingereicht wurden, nur ein Teil der von den Studierenden berichteten Probleme.

    Die beklagten Probleme haben sich trotz mehrfachem Kontakt mit den Verantwortlichen des Amtes für Ausbildungsförderung nicht gebessert. Darüber hinaus wurde das Bildungsministerium kontaktiert, welches ebenfalls die strukturellen Probleme abwies und die Schuld auf die Studierenden verschob. Ziel der in diesem Jahr durchgeführten Umfrage war es, die BAföG-Situation der Studierenden in Schleswig-Holstein realistisch abzubilden sowie die bestehenden strukturellen Probleme aufzudecken.

    Auszug der Ergebnisse: Von den insgesamt 1.841 Teilnehmenden der Umfrage geben knapp 90% an, Probleme bei der Antragstellung gehabt zu haben. Das größte Problem sind die langen Antragsbearbeitungszeiten, so geben 724 Studierende an, länger als zwei Monate vom Ausbleiben der BAföG-Auszahlung betroffen zu sein. 800 Studierende geben an, dass die Wartezeit ihre Lebensqualität sehr oder teilweise beeinflusst. Darunter befinden sich auch Studierende, welche den Verlust ihrer Wohnung fürchten, da sie monatelang keine Miete zahlen können oder sich nicht ausreichend ernähren können, obwohl sie Anspruch auf BAföG-Mittel haben. Bei 558 Studierenden sorgte eine Förderungslücke für eine sehr oder teilweise geminderte Leistungsfähigkeit im Studium, beispielsweise durch Existenzängste, Stress und mangelhafte Ernährung. Auch die Erreichbarkeit des BAföG-Amts stellt ein Problem dar, so geben 381 Studierende an, dass in keiner Weise auf E-Mails und Anrufe reagiert wurde.

    Die erhobenen Ergebnisse der Umfrage zeigen existentiell bedrohliche Lebenslagen vieler Studierender, welche dringend auf Änderungen der derzeitigen Probleme angewiesen sind. Im Interesse der betroffenen Studierenden und der Bildungsziele der Landesregierung ist eine Verbesserung der Situation unverzüglich erforderlich.

    Wir fordern deshalb die Landesregierung dringend dazu auf, alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten und erforderliche Abhilfe zu leisten, damit die Missstände im Amt für Ausbildungsförderung des Studierendenwerkes abgestellt werden. Die bestehenden Bearbeitungsrückstände müssen möglichst zeitnah aufgearbeitet und die Kapazitäten dauerhaft erhöht werden, um bestehende Rechtsansprüche zu erfüllen und solch enorme Rückstände in Zukunft zu verhindern.

    Darüber hinaus müssen die gesetzlichen Regelungen zu Bearbeitungszeiten konsequent eingehalten werden. Dabei ist notwendig, schnell unbürokratische Lösungen zu schaffen, falls diese Zeiten nicht eingehalten werden können. Um Förderungslücken zu verhindern, muss die Möglichkeit der Zahlung eines Vorschusses auch bei Folgeanträgen geschaffen werden.

    Vor dem Hintergrund der herrschenden Missstände bezüglich der BAföG-Situation in Schleswig-Holstein und der anhaltenden Corona-Pandemie, die den Lehrbetrieb an Hochschulen weiterhin gravierend einschränkt, muss die Regelstudienzeit auch im Wintersemester 2021/2022 erneut ausgesetzt werden.

    Weiterhin setzen wir uns für eine grundlegende Überarbeitung des BAföG auf Bundesebene ein, damit es an aktuelle Lebenshaltungskosten und heutige Studienbedingungen angepasst wird und für echte Bildungsgerechtigkeit sorgt.

    Die Landesregierung muss ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen, die strukturellen Missstände im Amt für Ausbildungsförderung des Studierendenwerkes lösen und den Rechtsanspruch der betroffenen Studierenden erfüllen.