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  • Wichtige Infos zum Coronavirus

    Wichtige Infos zum Coronavirus

    Liebe Studierende,

    wie ihr alle mittlerweile mitbekommen haben solltet, hält der Covid-19 Virus, auch als Corona-Virus bekannt, die Welt momentan in Atem. Aus diesem Anlass möchten wir euch Informationen zur derzeitigen Lage an der Uni zur Verfügung stellen, die euch einige Sorgen nimmt. 

    Zu allererst: Es besteht kein Grund zur Panik. Der Großteil der Studierenden ist jung und gesund und fällt demnach nicht in die Risikogruppe für schwere Symptome des Corona-Virus. Dennoch gibt es an der Uni und in unserem direkten Umfeld Menschen, die durch Vorerkrankungen oder Alter geschwächt sind und Infektionen sind auch bei jungen Menschen nicht auszuschließen.

    Der Virus sollte nicht unterschätzt werden und es ist daher im Interesse Aller, ein paar Hygieneregeln zu befolgen.

    Die wichtigsten sind Folgende:

    1. Sich beim Niesen von anderen wegdrehen und sich vorzugsweise die Armbeuge vors Gesicht halten.
    2. Sich regelmäßig die Hände waschen, vor allem nach dem man sich in öffentlichen Räumen wie Bussen aufgehalten hat. Als Maßstab für die Gründlichkeit gilt: 20 Sekunden Händewaschen Während des Händewaschens zwei Mal Happy Birthday singen für eine ausreichende Dauer und die Anleitung fürs Händewaschen des Robert-Koch-Instituts befolgen.
    3. Wenn man krank ist, ist es für alle Beteiligten besser, wenn man sich zu Hause auskuriert und nicht zur Uni kommt. Auch wenn es vermeintlich „nur“ eine Erkältung ist.
    Mit einfachen Maßnahmen können Sie helfen, sich selbst und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Die wichtigsten Hygienetipps: Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Halten Sie die Hände vom Gesicht fern – vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren. Halten Sie ausreichend Abstand zu Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben – auch aufgrund der andauernden Grippe- und Erkältungswelle. Vermeiden Sie Berührungen (z.B. Händeschütteln oder Umarmungen), wenn Sie andere Menschen begrüßen oder verabschieden. Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife – insbesondere nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten.

    Wenn du in der vorlesungsfreien Zeit in einem der aktuellen Risikogebiete oder einem besonders betroffenen Gebiet warst, darfst du die Uni die folgenden 14 Tage nach Rückkehr nicht betreten! Diese Regelung ist besonders wichtig um den Virus einzugrenzen und wurde vom Gesundheitsministerium beschlossen. Das heißt du darfst auch nicht zu Prüfungen oder in eine Beratung an der Uni gehen. Die Risikogebiete des Coronavirus kannst du tagesaktuell auf der Seite des RKI abrufen.

    Die wohl wichtigste Verhaltensregel ist, nicht erkrankt die Uni zu besuchen, gleichermaßen um das Corona aber auch um die jährliche Influenza (ugs. Grippe) einzudämmen. Weitere Maßnahmen die hierfür bereits ergriffen worden, sind das Austauschen der Handtrockner gegen Papiertuchspender in den Toiletten der Mensen durch das Studierendenwerk und das Herausgeben von Desinfektionsmittel an besonders viel besuchte Stellen auf dem Campus (bspw. Studierendenservice). 

    Solltet ihr krank sein erhaltet ihr mittlerweile von vielen Praxen Krankschreibungen auch über das Telefon. Dies ist sinnvoll, um Infektionen in Wartezimmern zu vermeiden. Solltet ihr keinen Hausarzt in Kiel haben, gibt es die ärztliche Bereitschaftshotline unter der Nummer 116117. Diese könnt ihr im Falle einer Erkrankung auch kontaktieren und bekommt dort hilfreiche Infos.

    Vermehrt erreichen uns Fragen bezüglich des Lehrplans und der Prüfungszeit. Der Lehrbetrieb und alle Präsenzveranstaltungen wurden vom Ministerium bis zum 19.04.2020 ausgesetzt. Die Prüfungen werden bis auf Weiteres mit Ausnahme von digitalen Prüfungen ohne Präsenz und Einzelprüfungen verschoben.

    Durch den Ausfall der Veranstaltungen müssen individuelle Lösungen gefunden werden, die euch die Institute mitteilen. Momentan wird den Dozierenden geraten, für die zwei Wochen in denen die Lehrveranstaltungen nicht stattfinden können, Ersatzmaterial und einführende Literatur zur Verfügung zu stellen, damit der Ausfall abgefangen wird.

    Sollte die Universitätsbibliothek oder die gesamte Universität geschlossen werden, verfallen auch momentane Fristen zur Abgabe von Hausarbeiten und anderen schriftlichen Arbeiten. Auch hier werden individuelle Lösungen mit den jeweiligen Instituten gefunden.
    Die Bibliotheken bleiben vorerst geöffnet.

    Alle bisher eingetroffenen Fragen und nähere Informationen findet ihr auf der Coronavirus-Informationsseite der Uni auf Deutsch und der Coronavirus-Informationsseite der Uni auf Englisch.

    Solltet ihr noch weitere ungeklärte Fragen über den Umgang mit dem Corona-Virus an der Uni haben, die nicht in den FAQs zum Coronavirus beantwortet werden, könnt ihr euch an die Emailadresse corona@uni-kiel.de at any time.

     

    Für den Fall, dass ihr euch um Ausfälle, Prüfungen oder BAföG sorgt, ist die BAföG-, Sozial- , Rechts- und Studienberatung vom AStA aktuell per Mail oder Termin für euch da.

     

    Eine angenehme Restwoche wünscht euch,

    euer AStA

     

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  • Stellungnahme zur geplanten Schließung des Instituts für Umwelttoxikologie

    Stellungnahme zur geplanten Schließung des Instituts für Umwelttoxikologie

    Nach einstimmigen Beschluss des Studierendenparlaments vom 20. Januar 2020 gibt der Allgemeine Studierendenausschuss der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stellvertretend für die Studierendenschaft folgende Stellungnahme ab:

     

    Nach einstimmigen Beschluss des Studierendenparlaments vom 20. Januar 2020 gibt der Allgemeine Studierendenausschuss der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stellvertretend für die Studierendenschaft folgende Stellungnahme ab:

    „In den Zeiten, in denen der Klimawandel immer präsenter wird und die Folgen der Klimaschäden immer deutlicher hervortreten, soll laut bisheriger Planung das thematisch einschlägige Institut vom Forschungsschwerpunkt her erheblich abgeändert werden. Die Studierendenschaft der CAU zu Kiel kann diese Entwicklung und Planung nicht mittragen.

    Das bisherige „Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler“ bietet u.a. für die Fachbereiche Agrarwissenschaften, Biochemie, Biologie, Chemie, Ökotrophologie und Pharmazie viele Module an.

    An dieser Stelle verbleibt anzumerken, dass ein entsprechender Forschungsschwerpunkt bundesweit nur noch an weniger als einem halben Dutzend weiterer Standorte existiert. Die CAU Kiel mit dem bisherigen Institut hat bisher einen Leuchtturmcharakter inne, dessen Strahlkraft durch die umwelt- und gesellschaftspolitische Relevanz noch zunehmen wird.

    Lisa-Marie Fricke betont ergänzend: „Die Abschaffung des Instituts sollte in Zeiten von Klimaschutzbewegungen nicht leichtfertig beschlossen werden. Die Universität verliert damit eine Mitsprachemöglichkeit in zukunftsweisenden Themen, die die ganze Gesellschaft betreffen.“

    Der Universitätsstandort Kiel erlangt durch die ständige Präsenz des bisherigen Instituts in den öffentlichen Medien einen wachsenden Bekanntheitsgrad. Auch die angebotene Ringvorlesung erfreut sich eines großen öffentlichen Interesses, ist immer gut besucht und regt zur wissenschaftlichen Diskussion an und dient zudem dem Forschungs- und Wissenstransfer.

    Eine weitergehende Eingliederung des Instituts in die bestehende Hochschulmedizin im Rahmen des „Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie“ und damit einhergehend eine Abänderung des Forschungsschwerpunktes von der bisher schwerpunktmäßigen Umwelttoxikologie hin zu einer bloßen Humanmedizin ist aus den vorgenannten Gründen nicht nachvollziehbar. Zudem würde erhebliches Know-How verloren gehen und unser Universitätsstandort Kiel würde trotz politischer und gesellschaftlicher Relevanz an Strahlkraft verlieren.

    Zusammenfassend muss klar gestellt werden, dass die Studierendenschaft der CAU eine Abänderung des Forschungsschwerpunktes nicht mittragen kann.“

     


    Contact:
    Lisa-Marie Fricke und Johnny Schwausch, Vorstand AstA Uni Kiel
    vorstand@asta.uni-kiel.de

    PRESSEKONTAKT:
    Als Ansprechpartner*innen für die Presse steht der Vorstand des AStA der CAU zu Kiel zur Verfügung: vorstand@asta.uni-kiel.de

  • Unterdrückung von Frauen ist immer falsch

    Unterdrückung von Frauen ist immer falsch

    Stellungnahme des AStA der CAU zu Kiel zum Artikel: „Ausloten, wo die Toleranz Grenzen hat“

    Zum Artikel „Ausloten, wo die Toleranz Grenzen hat“ nimmt Lisa-Marie Fricke, Vorstand des AStA der CAU zu Kiel wie folgt Stellung:

    Mit Bestürzung haben wir den heutigen Artikel in den Kieler Nachrichten gelesen, in welchem die Vize-Präsidentin der Kieler CAU, Prof. Anja Pistor-Hatam, Stellung zum Verbot der Gesichtsverschleierung an der CAU nimmt.

    Wie bereits in unserer ersten Stellungnahme zu dieser Thematik positioniert sich der AStA der CAU zu Kiel weiterhin gegen ein solches Verbot.

    Auch, wenn die Universitätsleitung es als eine „politische Aussage“ versteht: Ein derartiges Verbot grenzt Frauen von Bildung aus.

    Wie Frau Prof. Pistor-Hatam feststellt, betrifft eine Gesichtsverschleierung nur Frauen, Männer jedoch nicht. Davon ausgehend ist dieses Verbot in besonderem Maße diskriminierend gegenüber Frauen und verfehlt den Sinn und Zweck einer „politischen Aussage“ gänzlich.

    Alle männlichen Verfechter dieser unerwünschten politischen Ideologie können weiterhin ohne Probleme an der Universität studieren und werden in keiner Weise von dieser „Aussage“ berührt.

    Wir lehnen jedwede fundamentalistische Auslegung des Islam und jeden Zwang zur Vollverschleierung ab.

    Wir lehnen jedwede Bestrebung, die freie Entscheidung einer Frau, wie sie sich kleiden möchte, zu unterdrücken, ab.

    Wir unterstützen die Universität, dass unterdrückende, rassistische oder in sonstiger Weise diskriminierende Ideologien zu beseitigen sind. Jedoch muss es andere Maßnahmen geben diese Überzeugungen zu bekämpfen. Unterdrückung von anderer Seite sorgt keinesfalls dafür, dass Betroffene ihre Haltung ablegen und aus dem System aussteigen. Um ein solches Ziel zu erreichen braucht es Projekte und Maßnahmen zur Radikalisierungsprävention, die über Bildungseinrichtungen vermittelt werden müssen.

    Es gibt kein Anrecht auf Schutz vor einem Gefühl des Unwohlseins vor anders gekleideten Menschen.

    Eine politische Aussage muss Unterdrückungsstrukturen in Frage stellen und darf keine neuen schaffen.

    Bildung ist und war immer der Weg zu Emanzipation und Aufklärung. Dieser Weg darf nicht geschlossen werden.“

     

    Pressekontakt

    Als Ansprechpartner*innen für die Presse steht der Vorstand des AStA der CAU zu Kiel zur Verfügung.

    Hintergrundinformationen

    Der Allgemeine Studierendenausschuss der CAU zu Kiel ist die hochschulweite Interessenvertretung der 25.000 Studierenden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er wird jährlich vom Studierendenparlament der Universität gewählt. Seine Aufgaben bestehen  darin, die hochschulpolitischen Belange der Studierenden zu vertreten, die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der Studierenden sowie ihre Bereitschaft zum Einsatz für die Grund- und Menschenrechte und zur Toleranz auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung zu fördern, zu Fragen Stellung zu nehmen, die sich mit der Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf und der Abschätzung ihrer Folgen für Gesellschaft und Natur beschäftigen, die wirtschaftlichen und sozialen Belange der Studierenden wahrzunehmen, die geistigen und kulturellen Interessen der Studierenden zu unterstützen, den Studierendensport zu fördern, die überregionalen und internationalen Beziehungen der Studierenden zu pflegen und an Verfahren zur Qualitätssicherung in der Lehre mitzuwirken.

     

     

     

     

  • Zukunft der CAU

    Zukunft der CAU

    Bezugnehmend auf die Berichterstattung der letzten Wochen zu den Themen „Exzellenzstrategie“ und der bevorstehenden „CAU Präsident*innenwahl“ im Januar, nimmt der AStA Stellung.

     

    Aktuell wird ein unwürdiger „Machtkampf“, zwischen dem amtierenden Uni-Präsidenten Prof. Lutz Kipp und einem Bewerber um den Posten des CAU Präsidenten, Prof. Frank Kempken, medial ausgetragen. Prof. Frank Kempken macht Prof. Lutz Kipp dafür verantwortlich, dass die CAU Kiel bei der Vergabe des Exzellenzstatus nicht berücksichtigt wurde. 

    Aus dem Fokus fällt dabei, dass es neben einer Exzellenzstrategie weitere Felder im Bereich der Universitätsleitung zu bedienen gibt. Die Studierendenschaft hat sich bereits im Juli klar gegen die Exzellenzstrategie ausgesprochen.

    „Lehre und Forschung stehen in keinem angemessenen Verhältnis in der Qualität. Wir brauchen keine wettbewerbliche Mittelverteilung, sondern eine bedarfsorientierte Grundfinanzierung.“ (Johnny Schwausch, AStA Vorstand)

    Der Fokus unserer Universität sollte nicht auf dem Exzellenzstatus liegen, sondern auf der Lehre und der Förderung der Studierenden.

    „Ein gutes zukünftiges Präsidium zeichnet sich dadurch aus, dass die Bedürfnisse der Studierenden genauso gefördert werden wie die universitäre Forschung. Eine Uni ohne Studierende ist nur ein Forschungsinstitut.“ (Lisa-Marie Fricke, AStA-Vorstand)

    Hinzu kommt, dass es ausschließlich männliche Bewerber für das Amt der*des Präsident*in gibt. Wünschenswert wäre eine Förderung von Frauen bei der Bewerbung für die Führungsspitze der CAU. Denn in der Geschichte der CAU gab es bis heute lediglich eine weibliche, damals noch, Rektorin. Allgemein ist zu bemängeln, dass auch in den Fakultäten Frauen auf dem Dekan*innenposten unterrepräsentiert sind.

    Da es aktuell so viele Unstimmigkeiten bezüglich der neuen Besetzung des Amtes gibt, würden wir es sehr begrüßen, wenn wir dem Motto unserer Universität: “Pax Optima Rerum: Der Friede ist das höchste aller Güter”, nun wieder Beachtung schenken. Denn ein Machtkampf bringt uns nicht weiter. „Deshalb rufen wir dazu auf die Diskussion wieder auf eine angemessene rationale Ebene zu verlagern, damit das Ziel wieder eine konstruktive Zukunftsgestaltung für die Uni ist.“ (Malte Hansen, HoPo Referent)



    Contact:

    Lisa-Marie Fricke und Johnny Schwausch, Vorstand AstA Uni Kiel
    vorstand@asta.uni-kiel.de

    Link zur Pressemitteilung vom 18.07.19:

    https://asta.uni-kiel.de/miteinander-statt-gegeneinander-studierendenvertretungen-kritisieren-exzellenzstrategie/

    Pressekontakt:

    Als Ansprechpartner*innen für die Presse steht der Vorstand des AStA der CAU zu Kiel zur Verfügung: vorstand@asta.uni-kiel.de

  • Miteinander statt gegeneinander – Studierendenvertretungen kritisieren Exzellenzstrategie

    Miteinander statt gegeneinander – Studierendenvertretungen kritisieren Exzellenzstrategie

    Die Studierendenschaften der Universitäten HU Berlin, FU Berlin, TU Braunschweig, TU Dresden, Freiburg, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Kiel und Tübingen, welche sich allesamt noch im Wettbewerb um den Titel Exzellenzuniversität befinden, positionieren sich gemeinsam gegen die Exzellenzstrategie:

     

    Morgen, am 19. Juli 2019, wird die Entscheidung über die aktuelle Vergaberunde der Exzellenzstrategie gefällt. Einige Universitäten freuen sich über die zusätzlichen Mittel und den Titel, viele werden leer ausgehen. Ganz gleich, wie der Einzelfall entschieden wird – wir lehnen die Exzellenzstrategie nach wie vor bestimmt ab.

     

    „Die Studierendenschaft der CAU zu Kiel lehnt das Förderungsprinzip der Exzellenzstrategie grundsätzlich ab und lehnt daher auch die Möglichkeit der Universität zu Kiel ab, eine Exzellenzuniversität zu werden.

     

    Hierzu erläutert Johnny Schwausch vom AStA der CAU: „ Die Bewerbung der Universität zu Kiel als Exzellenzuniversität ist nicht vertretbar, da die Förderung nicht studierendenfreundlich ist und somit nicht die Interessen der Studierenden vertritt. Durch den Wettbewerb und die Konkurrenz zwischen den Hochschulen teilt sich die Bildungslandschaft in zwei Klassen auf. Zum einen haben wir die Master-Studierenden, welche eine perfekte Forschung betreiben können und weiter gefördert werden und auf der anderen Seite steht die Massenausbildung der Studierenden im Bachelor, welche schnellstmöglich auf dem Arbeitsmarkt vertreten sein sollen. Lehre und Forschung stehen in keinem angemessenen Verhältnis in der Qualität. Wir brauchen keine wettbewerbliche Mittelverteilung, sondern eine bedarfsorientierte Grundfinanzierung.“

     

    Lisa-Marie Fricke ergänzt: Hauptbestandteil des Studiums ist es, dass alle Studierenden ab dem ersten Semester forschend lernen können. Dies ist aber außerhalb der Naturwissenschaften eine Ausnahmeerscheinung“. Die Studierendenschaft empfindet die Exzellenzstrategie weder als studierendenfreundlich noch als gerecht und bedarfsorientiert bezeichnet werden, wenn man die gesamte Hochschullandschaft im Blick hat. Lisa-Marie Fricke weiter: „ Wir als Studierendenschaft fordern eine Erhöhung der Forschungs- und Bildungsausgaben, anstatt verknappte Mittel wettbewerblich zu verteilen. Außerdem fordern wir eine Unterstützung der Cau für Projekte, welche die Lehre nachhaltig und langfristig unterstützen.

     

    Karim Kuropka, erster Vorsitzender der Studierendenvertretung der Uni Hamburg begründet: „Staatliche Hochschulen sind unterfinanziert. Alle staatlichen Hochschulen! Unterfinanzierung bedeutet, dass die Breite der Lehrveranstaltungen nur unter größeren Anstrengungen und durch die kreative Umwidmung alternativer Finanzquellen gestemmt werden können. Unterfinanzierung bedeutet die dauerhafte Befristung der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen unter prekären Arbeitsbedingungen.“

     

    Nathalie Schmidt, Geschäftsführerin für Soziales und Hochschulpolitik vom StuRa der TU Dresden und damit der einzigen Universität in Ostdeutschland, die noch Aussicht auf den Exzellenzstatus hat, erläutert weiter zu den Folgen: „Einige wenige ‚exzellente‘ Universitäten bekommen nun massive finanzielle Unterstützung, während der Rest mit enormen finanziellen Problemen kämpfen muss. Es entsteht ein 2-Klassen-System, in dem ein Großteil der Hochschulen durch Sparzwang beschränkt wird. Dabei ist die Breite der Forschungslandschaft gerade eine Stärke, der man sich hier beraubt.“

     

    Jonathan Dreusch, Vorsitzender der Verfassten Studierendenschaft der Uni Tübingen berichtet von Erfahrungen aus studentischer Perspektive: „Es wurden enorme Kapazitäten aller teilnehmenden Universitäten in diesem Wettbewerb und in den Bewerbungen gebunden. Diese Kapazitäten standen für andere Projekte über einen langen Zeitraum nicht zur Verfügung. Maßnahmen bezüglich Lehre und weitere studienbegleitende Projekte fanden somit zu wenig Beachtung. Dass Lehre in der Exzellenzstrategie nicht mitberücksichtigt wird, ist ein fataler Fehler – Hochschulen können nicht ohne Lehre gedacht werden!“

     

    Marc Baltrun, Außenreferent der Studierendenvertretung der Uni Heidelberg fordert: „Geld muss in den Erhalt der Bildungslandschaft und Vielfalt investiert werden. Es muss für eine ausreichende Grundfinanzierung gesorgt werden, anstatt für das eigene Ego und ein paar leere Titel eine Spaltung zu schaffen, die keiner Universität, keinen Studierenden und keinen Lehrenden auf lange Sicht nützt. Eine ausreichende Grundfinanzierung würde zu einer emanzipatorischen Wissenschaft beitragen, die allen zu Gute kommt.“

     

    „Wir sprechen hier gemeinsam als Studierendenvertretungen, deren Unis aktuell in Konkurrenz zueinanderstehen. Es ist Zeit, diesem sinnlosen Wettbewerb für die Zukunft ein Ende zu setzen. Wir fordern ein Ende der Exzellenzstrategie!“ betont Clemens Ernst, Vorstand der Verfassten Studierendenschaft der Uni Freiburg.

     

    Beteiligte Studierendenvertretungen:

    Humboldt-Universität zu Berlin

    Freie Universität Berlin 

    Technische Universität Braunschweig

    Technische Universität Dresden 

    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 

    Universität Hamburg 

    Leibniz Universität Hannover

    Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 

    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

    Eberhard Karls Universität Tübingen

     

    Contact:

    Lisa-Marie Fricke und Johnny Schwausch, Vorstand AstA Uni Kiel

    vorstand@asta.uni-kiel.de

  • Neuer Vorstand des AStA der CAU gewählt

    Neuer Vorstand des AStA der CAU gewählt

    Am 02.07.2019 konstituierte sich das Studierendenparlament (StuPa) der Universität zu Kiel, um den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zu wählen. Das Studierendenparlament wird in der Wahlperiode 2019/2020 aus acht Listen gebildet.

    Den neuen AStA-Vorstand bilden Lisa-Marie Fricke, welche im letzten Jahr bereits das Amt eines Vorstandsmitglieds inne hatte, sowie Johnny Schwausch. Dieser arbeitete bereits in vergangenen Jahren im Referat für Infrastruktur und Gremienkoordination und bekleidete das Amt des Wahlleiters der Wahlen der Studierendenschaft.

     

    Lisa-Marie Fricke stellt die Ziele für die kommende Legislatur 2019/2020 folgendermaßen dar:

    “Wir werden weiterhin die studentische Stimme bei Krisenthemen wie Zwangsexmatrikulation sein. Hierfür setzen wir uns in Gesprächen mit der Verwaltung und dem Präsidium für die Belange der Studierenden ein und unterstützen Betroffene.

    Darüber hinaus ist es uns ein wichtiges Anliegen, Beratung für Studierende, besonders im Hinblick auf Unterstützung bei extremer Belastung, zu stärken und sichtbarer zu machen. Hierfür ist ein erster Schritt die weitere Mitarbeit an Maßnahmen zur Bekämpfung von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt auf dem Campus. Die Universität ist ein Mikrokosmos, in dem wir sehen, wie solche Themen in unserer Gesellschaft behandelt werden. Es kann nicht sein, dass Menschen während ihres Studiums unter extremen Belastungen stehen und keine oder nur wenig Hilfe erhalten.”

     

    Johnny Schwausch ergänzt: 

    “Uns ist der Ausbau der Transparenz der Arbeit des AStA und des StuPa wichtig. Des Weiteren wollen wir verstärkt auf die Kommunikation zwischen den verschiedenen Gremien eingehen und diese ausbauen. Meine Arbeit als Gremienkoordinator des AStA hat mir gezeigt, wie wichtig die Beteiligung von Studierenden bei den Entscheidungen innerhalb der Universität ist. Die studentische  Stimme muss hier weiter gestärkt werden, um eine hohe Studienqualität zu gewährleisten.“

     

    Als Ansprechpartner*innen für die Presse steht der Vorstand des AStA der CAU zu Kiel zur Verfügung: vorstand@asta.uni-kiel.de

     

    Hintergrundinformationen

    Der Allgemeine Studierendenausschuss der CAU zu Kiel ist die hochschulweite Interessenvertretung der 25.000 Studierenden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er wird jährlich vom Studierendenparlament der Universität gewählt. Seine Aufgaben bestehen  darin, die hochschulpolitischen Belange der Studierenden zu vertreten, die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der Studierenden sowie ihre Bereitschaft zum Einsatz für die Grund- und Menschenrechte und zur Toleranz auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung zu fördern, zu Fragen Stellung zu nehmen, die sich mit der Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf und der Abschätzung ihrer Folgen für Gesellschaft und Natur beschäftigen, die wirtschaftlichen und sozialen Belange der Studierenden wahrzunehmen, die geistigen und kulturellen Interessen der Studierenden zu unterstützen, den Studierendensport zu fördern, die überregionalen und internationalen Beziehungen der Studierenden zu pflegen und an Verfahren zur Qualitätssicherung in der Lehre mitzuwirken.

  • Wie sieht für Dich Inklusion aus? Gewinner*In der Postkartenaktion gefunden!

    Wie sieht für Dich Inklusion aus? Gewinner*In der Postkartenaktion gefunden!

    Es ist soweit, der Postkartenwettbewerb ist vorbei und wir haben einen Gewinner oder eine Gewinnerin! Wir haben viele künstlerische Einsendungen im AStA erhalten und uns für diese eine Postkarte entschieden. Vielen Dank für euer zahlreiches Engagement und bald könnt ihr alle Karten im Rahmen der Diversitätstage 27-29.5.2019 und vielleicht noch etwas länger, im Sportforum anschauen, lesen oder diese vorlesen lassen.

    Euer Inklusionsreferat

  • Vortragsreihe: Alternative Zugänge zur Rechtswissenschaft – Vielfältigkeit und Verschiedenheit als inhaltliches und methodisches Programm

    Vortragsreihe: Alternative Zugänge zur Rechtswissenschaft – Vielfältigkeit und Verschiedenheit als inhaltliches und methodisches Programm

    Wir freuen uns, auf folgende Veranstaltung hinzuweisen, die von Sarah Imani, Jens Theilen und Katharina Wommelsdorff mit der freundlichen finanziellen Unterstützung des Diversitätsfonds und der zentralen Gleichstellungsbeauftragten im SoSe 2019 organisiert wird.

    Vortragsreihe: Alternative Zugänge zur Rechtswissenschaft – Vielfältigkeit und Verschiedenheit als inhaltliches und methodisches Programm

    Selma Gather, Ass. Jur. (Freie Universität Berlin), Feministische Perspektiven auf das Recht
    25.4.2019, 18:00-20:00 Uhr, CAP2 – Hörsaal A

    Juana Remus, Referentin im BMFSFJ, Queer-feministische Perspektiven auf das Recht
    23.5.2019, 18:00-20:00 Uhr, CAP2 – Hörsaal E

    Judith Hackmack, Referentin im ECCHR, Postkoloniale Perspektiven auf das Recht
    20.6.2019, 18:00-20:00 Uhr, CAP2 – Hörsaal F

    Ziel der Vortragsreihe ist es, vor dem Hintergrund von immer noch bestehenden Lücken kritischer, selbstreflexiver Betrachtung in und auf die rechtswissenschaftliche Lehre stärker diversitätsorientierte Herangehensweisen an die juristische Arbeit zu eröffnen. Mit dieser dreigliedrigen Vortragsreihe möchten die Organisator*innen anregen, sich mit rechtswissenschaftlichen Arbeitsweisen auseinanderzusetzen, die Themen und Methoden abseits der „klassischen“ Lehre in den Blick nehmen.

    Wie können wir Unterschiedlichkeiten – etwa in Geschlecht und sexueller Identität, Klasse und Herkunft – und damit gegebenenfalls verbundene Marginalisierungen rechtlich greifen?

    Im Anschluss an die Vorträge freuen wir uns, Sie/Euch alle zu einem kleinen Empfang zusammen mit den Referent*innen einzuladen.

    Mehr Informationen zur Vortragsreihe:
    https://www.wsi.uni-kiel.de/de/aktuelles/veranstaltungen/andere

  • Wie sieht für Dich Inklusion aus? Postkartenaktion verlängert!

    Wie sieht für Dich Inklusion aus? Postkartenaktion verlängert!

    Wie sieht für Dich Inklusion aus? Mal es uns auf!

    Die Postkarten werden beim Diversity Day der Universität ausgestellt. Ihr bekommt sie in unserem AStA Büro oder findet sie in der Mensa. 

    Das Ziel der diesjährigen Postkartenaktion des Referats für Inklusion ist die Sichtbarmachung von Inklusion auf dem Campus und damit der Wertschätzung und Anerkennung von Diversität in Bildung und Erziehung.

    Das Referat für Inklusion freut sich auf die kreativen Postkartenentwürfe der Student*innen der Universität Kiel. Auf einem kreativen, bunten Postkartenentwurf in den Maßen 10,5 * 14,8 cm kann alles, was mit dem Thema Inklusion verbunden wird, gezeichnet oder gemalt werden. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Jedes Motiv ist denkbar, das sich mit Inklusion in Verbindung bringen lässt. Auf die Rückseite der Karte können Gedichte, Anekdoten oder kleine Geschichten geschrieben werden.

    Aus den Postkarten wird dann die schönste und aussagekräftigste Karte ausgesucht, die dann auf den Social Media Kanälen des AstA veröffentlicht wird.

    Aus den Postkarten wird dann die schönste und aussagekräftigste Postkarte ausgesucht, die dann auf dem Social Media Kanälen des AStA veröffentlicht wird. Der Entwurf soll bis zum 30.04. per Mail an inklusion@asta.uni-kiel.de geschickt werden oder im AStA-Office zu den Öffnungszeiten abgegeben werden.

    Wir wollen Inklusion auf dem Campus sichtbar machen und damit Wertschätzung und Anerkennung von Diversität an der Uni fördern. Wir freuen uns auf eure kreativen Postkartenentwürfe.

  • Mehrheit für Semesterticket

    Mehrheit für Semesterticket

    Am 26.02.2019 gegen 22:30 Uhr stimmte das Studierendenparlament der geplanten Vertragsschließung zu. Die Abstimmung war mit 18 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen recht deutlich. Der Abstimmung war eine dreistündige Debatte vorausgegangen. Das Studierendenparlament hatte diese nach sechsstündiger Debatte bereits einmal vertagt.

    Julian Schüngel: Vorsitzender des AStA: “Das ist ein großer Schritt für die Studierenden an allen Universitäten Schleswig-Holsteins. Das Studierendenparlament folgt hiermit dem Ergebnis der Studierendenbefragung.”

    Lisa-Marie Fricke, Vorsitzende des AStA: “Wir hoffen, dass nun nach der Einführung alle Studierenden das Bestmögliche aus dem Ticket schöpfen können und werden sehen was die Zukunft bringt.“

  • Aus aktuellem Anlass: zur Filmvorführung „Hamburger Gitter“, die vom AStA in Kooperation mit der Roten Hilfe in der Hansa 48 gezeigt wurde

    Aus aktuellem Anlass: zur Filmvorführung „Hamburger Gitter“, die vom AStA in Kooperation mit der Roten Hilfe in der Hansa 48 gezeigt wurde

     

    Liebe Studierende, Interessierte und Medienvertreter_innen,

    wir haben im Dezember 2018 gemeinsam mit der Roten Hilfe e.V. die Dokumentation „Hamburger Gitter“ im der Hansa 48 gezeigt. Weil der Andrang so groß war und viele Menschen, die den Film gern sehen wollten, leider draußen bleiben mussten, haben wir den Film vergangene Woche erneut sehr erfolgreich im der Hansa 48 gezeigt.

    Aus aktuellem Anlass könnt ihr im folgenden unsere Stellungnahme dazu lesen.

    Euer AStA der Uni Kiel

    Zu unserer Veranstaltung Hansafilmpalast: Hamburger Gitter (Doku 2018, 76min), welche wir in Kooperation mit der Roten Hilfe Kiel veranstaltet haben kursieren viele Gerüchte und Falschinformationen.

    Finanziert der AStA Linksextremismus?

    Nein.

    Ist die Rote Hilfe verfassungsfeindlich?

    Nein, ist sie nicht, sonst wäre sie verboten.

    Warum steht sie dann im Verfassungsschutzbericht?

    Die Rote Hilfe bietet juristischen Beistand für eigentlich alle Menschen innerhalb des politisch linken Spektrums an. Aufgrund dessen und aufgrund ihrer damit einhergehenden Vernetzung, wird sie vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft. Fraglich ist, inwiefern in Zeiten, in denen der (jetzt ehemalige) Verfassungsschutzpräsident selbst in der SPD linksradikale Kräfte wirken sieht, als Maß für unsere Arbeit gelten kann. Zudem ist es ja eine Zusammenarbeit. Das heißt nicht zwangsläufig, dass wir alle Ziele der Roten Hilfe teilen. Die Rote Hilfe wird zudem von mehreren Bundestagsabgeordneten unterstützt.

    Hat der AStA die Rote Hilfe finanziert?

    Nein, haben wir nicht. Wir haben lediglich festgestellt, dass wir dieselbe Veranstaltung machen wollen und haben diese zusammengelegt. Das Geld, was dafür verwendet wurde, haben wir für Referent*innen und die Filmlizenzen bezahlt. Der Film selbst ist im Übrigen durch die Filmförderung (also staatliche Gelder) entstanden.

    Warum dann die ganze Debatte?

    Horst Seehofer oder auch die AfD hatten vor kurzem das Verbot der Roten Hilfe gefordert. Dementsprechend logisch ist es, dass eine Veranstaltung mit der Roten Hilfe ein rotes Tuch für die Campusorganisation der Unionsparteien darstellt. Es ist schade, dass sich die Kieler Nachrichten davon so sehr vereinnahmen lassen, zumal ein großer Teil ihrer Informationen aus Facebookkommentaren zu stammen scheint.